Airbags für Motorräder kommen

Sie verbessern die Sicherheit enorm

Airbags für Motorräder kommen

Endlich ist der Winter vertrieben und das bedeutet auch: Die Motorrad-Saison ist gestartet! Doch leider lassen aktuelle Zahlen die Stimmung etwas sinken: Schon jetzt sind seit Beginn der sonnigen Tage 2018 mehrere Biker in Unfällen verstorben und viele wurden verletzt, wie die F.A.Z. berichtet.

Kein Wunder also, dass in der Branche nach immer neuen Wegen gesucht wird, die Fahrsicherheit für die Fahrer zu verbessern. Die italienischen Hersteller Ducati und Dainese wollen dabei nun auf ein System setzen, das schon vielen Autofahrern das Leben gerettet hat: Airbags.

Wie die Airbags für Motorräder funktionieren, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Airbags für Motorräder kommen

Das Funktionsprinzip eines Airbags ist klar: Kommt es zu einem Stoß, bläht sich aus dem Lenkrad heraus ein großer Luftsack auf und verhindert, dass der Kopf des Fahrers hart aufprallt.

Dass dies bei einem Motorrad wenig praktikabel ist, scheint offensichtlich. Deshalb gibt es hier schon seit Jahren Airbag-Jacken. So hat der japanische Hersteller Mugen Denko die Hit-Air erfunden: Eine Weste, die mit einer Kordel mit dem Motorrad verbunden ist. Wird die Verbindung getrennt, wie etwa durch einen Unfall, bläht sich der Airbag in der Weste auf.

Allerdings hat dieses Airbag-System einen großen Haken, wie ihr auf der nächsten Seite lesen könnt.

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Posted by Horseman's Exchange on Saturday, January 27, 2018

In Japan und Europa wurde das Hit-Air-System wohlwollend aufgenommen – insbesondere von der Polizei. Es gibt allerdings ein großes Problem: Nicht nur, dass die Westen die Bewegungsfreiheit des Fahrers einschränken können, sie reagieren auch verhältnismäßig langsam. Und bei einem Unfall, insbesondere mit einem Motorrad, kommt es auf jede Millisekunde an.

Kein Wunder also, dass nicht jede Firma diesem Weg gefolgt ist. So hat Honda beispielsweise auf ein ganz anderes System gesetzt.

Auf welches, das erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Airbags für Motorräder kommen

Honda ist der erste und bisher einzige Hersteller von Motorrädern, bei dem der Airbag direkt im Motorrad ist. Vorne über dem Tank befindet sich der rettende Luftsack, der den über den Lenker stürzenden Fahrer auffangen soll.

Und die Zahlen sind durchaus eindrucksvoll: Bei Tests zeigte sich, dass der Vorwärtsimpuls bis zu 75 Prozent reduziert werden konnte – Schädeltraumata sogar um bis zu 82 Prozent!

Aber dennoch setzen Ducati und Dainese auf ein anderes System, das bald viele Fans gewinnen dürfte.

Was die beiden Hersteller entwickelt haben, seht ihr auf der nächsten Seite.

Heute Dainese D-Air Auslöung um 12 Uhr !! #dainese #dair

Posted by Motorbike-parts on Saturday, March 24, 2018

Die beiden Motorrad-Hersteller setzen auf ein System namens D-Air. Wie schon bei Hit-Air trägt der Fahrer hier eine Weste, in der die Airbags versteckt sind. Allerdings ist diese nicht über eine Kordel mit dem Motorrad verbunden, sondern kommuniziert kabellos mit einer Vorrichtung im Bike selbst. Dort gibt es eine feine Sensorik, die bereits kurz vor dem Unfall aktiviert wird und selbständig erkennt, welche Stärke der Unfall haben wird.

Und auch hier sind die Zahlen beeindruckend: In 30 bis 40 Millisekunden regiert D-Air und die Kraft des Aufpralls soll bis zu 80 bis 90 Prozent verringert werden. Das kann schnell der Unterschied zwischen Leben und Tod des Bikers sein.