Neue CO2-Steuer: Wie teuer wird sie für Autofahrer?

Die Umsetzung der neuen EU-Richtlinien könnte teuer werden

Neue CO2-Steuer: Wie teuer wird sie für Autofahrer?

Das EU-Parlament hat dem Ringen der Mitgliedsstaaten und der Autoindustrie um strengere CO2-Grenzwerte vorerst ein Ende bereitet: Neue Vorgaben, die deutlich strenger ausfallen, als ursprünglich von der Autolobby und der Bundesregierung anvisiert, sollen den Kohlendioxid-Ausstoß erheblich eindämmen. Geplant sind ein Minus von 37,5 Prozent für Autos und 31 Prozent für Lieferwagen bis zum Jahr 2030. 

Doch was bedeutet das genau für Autofahrer und -hersteller? 

Neue CO2-Steuer: Wie teuer wird sie für Autofahrer?

Die großen Konzerne müssen sich nun mit der Frage befassen, wie die anvisierten Grenzwerte zu erreichen sind. Laut des europäischen Lobbyverbands ACEA könnten die Vorgaben Europas Stellung als Industriestandort gefährden, was gegebenenfalls zur Folge hätte, dass zahlreiche Arbeitsplätze gestrichen werden. 

Während einige die Maßnahmen in der Umsetzung also für schwierig halten, hätten sich andere wiederum noch schärfere Vorgaben gewünscht. Schließlich stammt fast ein Drittel des ausgestoßenen Kohlendioxids in Europa aus dem Verkehr – ein Umdenken in Sachen Mobilität muss also schnell erfolgen. 

Damit die Einhaltung der neuen Grenzwerte in Deutschland umgesetzt werden kann, diskutiert eine Kommission der Bundesregierung nun verschiedene Maßnahmen, zu denen auch eine CO2-Steuer zählen könnte. Das wiederum betrifft vor allem auch Autofahrer: 

Neue CO2-Steuer: Wie teuer wird sie für Autofahrer?

Ein Vorschlag zur Umsetzung der neuen Vorgabe auf deutschem Boden ist eine sogenannte CO2-Abgabe, die bei neun Cent pro gefahrenem Kilometer liegen könnte. Auf das Jahr gerechnet, so berichtet "Welt", kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) somit auf einen Betrag von 1500 Euro pro durchschnittlichem deutschem Autofahrer. 

Auch wenn die genaue Höhe aktuell noch von der zuständigen Kommission verhandelt wird und eine Einigung diesbezüglich noch aussteht, sollte vielleicht weniger Angst vor der Umsetzung der strengeren Vorgaben geschürt und dafür eher dem Schutz der Umwelt Sorge getragen werden – dies insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass selbst mithilfe der vorgeschlagenen Maßnahmen die Klimaschutzziele im Jahr 2030, die bei unter 100 Millionen Tonnen CO2 liegen, voraussichtlich nicht erreicht werden können ...