Deshalb sind alle Auto-Tachos ungenau

Es ist so gewollt!

Deshalb sind alle Auto-Tachos ungenau

Jedem Autofahrer ist es wohl schon mindestens einmal passiert: Man hat freie Fahrt und achtet mal nicht auf den Tacho, und schon kommt kurz ein heller Lichtblitz - die Radarfalle hat zugeschlagen.

Überraschend kann dann aber der Bescheid sein, den man zugestellt bekommt. Denn obwohl man beispielsweise mit 70 km/h in einer 50er-Zone geblitzt wurde, steht in dem Brief, dass man mit 60 km/h erwischt wurde - wie kann das sein?

Woran das liegt, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Deshalb sind alle Auto-Tachos ungenau

In jedem Auto innerhalb der Europäischen Union sind die Tachos von Autos ungenau - und das ist auch so gewollt. Der Grund dafür ist eine EU-Richtlinie mit dem sperrigen Namen "75/443/EWG", die besagt: "Die angezeigte Geschwindigkeit darf nie unter der tatsächlichen Geschwindigkeit liegen." 

Und das ist sogar ziemlich sinnvoll, wie ihr auf der nächsten Seite lesen könnt:

Deshalb sind alle Auto-Tachos ungenau

Hintergrund der EU-Richtlinie ist, dass ungenaue Messungen so kompensiert werden sollen. Und die können schnell auftreten: Normalerweise wird die Geschwindigkeit eines Autos über die Drehzahl der Reifen berechnet. Allerdings kommt es durch das Fahren zu Abnutzungen des Reifen-Gummis, und das kann schnell zu Abweichungen bei den Messungen führen. Auch Reifensorten und Luftdruck können so den Tacho gewissermaßen austricksen.

Wieso das und die EU-Richtlinie für Autofahrer aber kein Problem sind, lest ihr auf der letzten Seite. 

Deshalb sind alle Auto-Tachos ungenau

Dank der ungenauen Tachoanzeige durch die EU-Richtlinie ist es aber praktisch nicht möglich, geblitzt zu werden, wenn man sich mit seinem Tacho an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Die angezeigte Geschwindigkeit kann zwar höher sein als die tatsächliche, aber ein Tempolimit überschreitet man damit nicht - und wird so auch nicht geblitzt.