So viel müssen Deutschlands Autofahrer für Steuern blechen

Laut ACEA "2019 Tax Guide"

So viel müssen Deutschlands Autofahrer für Steuern blechen

Die ACEA (Association des Constructeurs Européens d'Automobiles) hat in dieser Woche ihren jährlichen Tax Guide veröffentlicht, der neben länderbezogenen Informationen rund um die Steuerverteilung auch die Steuereinnahmen der 15 EU-Kernstaaten offenlegt. Laut "2019 Tax Guide" belaufen sich die Einnahmen aus dem vergangenen Jahr auf 428 Milliarden Euro. 

Doch wie viel sind das im Vergleich zum vorherigen Jahr? Und vor allem: Wie viel Steuern mussten die deutschen Autofahrer zahlen?

So viel müssen Deutschlands Autofahrer für Steuern blechen

Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Zahl der Steuereinnahmen in den Kernstaaten der Europäischen Union um 3,5 Prozent gestiegen. 

Wie der Bericht zeigt, variiert das Besteuerungsniveau in den einzelnen Mitgliedsstaaten: Große Einnahmequellen sind jedoch meist die Mineralölsteuer oder die Mehrwertsteuer auf Fahrzeuge, Service, Reparatur und Autoteile. Vermehrt ist auch eine Form von CO2-Besteuerung zu finden. 

Doch nicht nur in Besteuerungsverteilung und -niveau gibt es erhebliche Unterschiede: Auch die Gesamteinnahmen weichen stark voneinander ab. So liegt die Summe der Steuereinnahmen bei unseren Nachbarn in Österreich beispielsweise bei 13,3 Milliarden – das ist vergleichsweise wenig, wenn man sie mit den Zahlen der Staaten vergleicht, die am meisten eingenommen haben, darunter auch Deutschland: 

So viel müssen Deutschlands Autofahrer für Steuern blechen

Deutschland (92 Milliarden), Frankreich (79 Milliarden) und Italien (74,4 Milliarden) sind die EU-Kernstaaten mit den höchsten Steuereinnahmen laut des europäischen Automobilhersteller-Verbandes. 

Auch auf elektrisches Fahren wird im Bericht Bezug genommen: Bonus Zahlungen oder Prämien gibt es demnach nur in 12 der 28 EU-Staaten für die Käufer von Elektro-Autos. 

"Steuerliche Maßnahmen sind ein entscheidendes Werkzeug, um die Nachfrage der Verbraucher nach emissionsfreien und -armen Fahrzeugen zu formen," so ACEA Generalsekretär Erik Jonnaert. "Angesichts der Tatsache, dass die Bezahlbarkeit von Elektrofahrzeugen immer noch eine riesige Hürde darstellt und deren Ausbreitung auf dem Fahrzeugmarkt eindämmt, ermutigen die europäischen Automobilhersteller die 28 Regierungen stark dazu, diesbezüglich sinnvolle und Anreiz gebende Maßnahmen zu ergreifen."