Schweden will Diesel- und Benzin-Autos verbieten

Verbrennungsmotoren soll es in Schweden zum Schutz der Umwelt bald nicht mehr geben

Schweden will Diesel- und Benzin-Autos verbieten

195 Länder haben sich im Rahmen der Klimaschutzkonferenz im Jahr 2015 auf das Pariser Klimaabkommen geeinigt, das als wohl wichtigstes Ziel die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2°C und idealerweise 1,5°C vorsieht. Damit die Vorgaben des rechtsverbindlichen und 2016 ratifizierten Übereinkommens eingehalten werden können, bedarf es einer Emissionsminderung, deren Umsetzung in der deutschen Politik diskutiert wird. Hierbei stehen aktuell vor allem Maßnahmen wie eine CO2-Bepreisung und die flächendeckende Ausweitung des E-Mobilitäts-Sektors zur Debatte.

Doch während die Diskussion hierzulande zäh und unergiebig scheint, sind andere europäische Länder uns einen entscheidenden Schritt voraus: So auch Schweden, wo der Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeuge schon bald völlig gestoppt werden soll.

Details zum Ausstieg gibt es auf der nächsten Seite!

Schweden will Diesel- und Benzin-Autos verbieten

Ab dem Jahr 2030 sollen in Schweden keine Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor mehr verkauft werden. Mit diesem Verbot verabschiedet sich die schwedische Regierung vom umstrittenen Verbrennermotor und treibt die Umstellung auf fossilfreie Fahrzeuge voran. In den Jahren bis zum Ausstieg sieht das skandinavische Land einen Ausbau der Infrastruktur für alternativ angetriebene Fahrzeuge vor. Vorher zugelassene Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor dürften nach diesem Modell weiterhin fahren. 

Im gleichen Jahr wagen voraussichtlich auch die Niederlande und Dänemark die Abkehr vom Verbrennungsmotor, während Norwegen als europäischer Vorreiter schon ab 2025 auf fossilfreie Mobilitätskonzepte setzten will. Großbritannien und Frankreich haben ihr Ausstiegsdatum auf 2040 gelegt.

Doch wie sieht es hierzulande aus?

Schweden will Diesel- und Benzin-Autos verbieten

Die Grünen forderten bereits im vergangenen Monat in einem Positionspapier ein ähnliches Verbot, das ab 2030 nur noch die Zulassung abgasfreier Fahrzeuge vorsieht. "Das wäre ein klarer Fahrplan, der Planungssicherheit für die Autoindustrie und die Beschäftigten schafft, und der sich in die Pläne vieler anderer europäischer Staaten einreiht, die ebenfalls aus dem fossilen Verbrenner aussteigen", heißt es in den von Bundestags-Fraktionschef Anton Hofreiter formulierten Forderungen. 

Gegenwind gab es sowohl aus den anderen Parteien, wie auch aus der Automobilindustrie, die sich laut Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), damit ihrer finanziellen Grundlage für Investitionen in neue Technologien beraubt sieht.

Ob und wie Deutschland sich mit einer ähnlichen Einigung in die Vorhaben der europäischen Vorreiter einreiht, bleibt aktuell noch offen.