Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

Das große Kennzeichen ABC

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

Viele, viele bunte ... Kennzeichen? Yes, du hast richtig gelesen – und das wundert dich wahrscheinlich nicht mal groß, denn die farbige Fülle unterschiedlicher Kennzeichen ist sicher auch dir bereits aufgefallen.

Da stellt man sich unweigerlich die Frage: Was bedeuten die einzelnen Kennzeichen eigentlich? Und vor allem das rote Kennzeichen ist für viele Fahrer ein echtes Mysterium. Doch du brauchst nur wenige Minuten, um das Geheimnis der Kennzeichen zu lüften: Mithilfe unseres Kennzeichen-ABCs!

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

A wie Ausfuhrkennzeichen

Hast du auch schon mal ein Kennzeichen mit einem roten Rand entdecken können? Es wird tatsächlich nur Autos verliehen, die nicht zugelassen sind und dauerhaft ins Ausland gebracht werden und ist damit nicht so häufig anzutreffen. Mit einer maximalen Gültigkeitsdauer von zwölf Monaten zählt das Ausfurhkennzeichen zu den weniger langlebigen in unserer Liste.

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

E wie E-Kennzeichen

Das E-Kennzeichen wird nur an Elektro-Autos vergeben und wer eines hat, darf sich über zahlreiche Vorteile freuen. So dürfen Fahrzeuge mit dem E-Kennzeichen zum Beispiel kostenfrei parken und die Kfz-Steuer entfällt.

Wer weiß, vielleicht sehen wir dieses Kennzeichen in der Zukunft häufiger auf unseren Straßen?

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

E wie EU-Kennzeichen

Das Euro-Kennzeichen, das seit 2000 existiert, kennt ihr sicherlich alle: Es wurde eingeführt, um die Zusammengehörigkeit der EU-Mitgliedsstaaten anzuzeigen und ist sicherlich das am häufigsten vertretene auf den deutschen Straßen.

Davor gab es übrigens das sogenannte DIN-Kennzeichen, das zwar heute noch gültig ist, aber nicht mehr ausgegeben wird. 

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

G wie Grünes Kennzeichen

Auch dieses Kennzeichen ist dir vielleicht ab und an schon begegnet: Es kennzeichnet steuerbefreite Kraftfahrzeuge, also aus aus dem forst- und landwirtschaftlichen Bereich. Aber auch Fahrzeuge von gemeinnützigen oder Hilfsorganisationen, Schaustellerfahrzeuge und selbstfahrende Arbeitsmaschinen tragen das grüne Nummernschild. Sie dürfen mit diesem Kennzeichen nur für den steuerbefreiten Zweck verwendet werden.

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

H wie H-Kennzeichen

Dieses Kennzeichen wurde ursprünglich nur an Oldtimer ausgegeben, die gesetzlich folgendermaßen definiert sind: Oldtimer sind Fahrzeuge, "die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind". 

Seit 2017 kann dieses Kennzeichen außerdem auch als Saisonkennzeichen zugeteilt werden. 

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

K wie Kurzzeitkennzeichen

Der Name sagt es quasi schon: Das Kurzzeitkennzeichen punktet nicht unbedingt mit Langlebigkeit. Es erlaubt, das Fahrzeug für maximal fünf Tage im Verkehr zu bewegen und ist damit insbesondere für Fahrzeugüberführungen, Prüfungs- und Probefahrten sinnvoll. Natürlich ist aber selbst für dieses Kennzeichen eine Kfz-Haftpflichtversicherung sowie eine bestandene Hauptuntersuchung nötig.

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

R wie Rotes Kennzeichen

Händler, Hersteller und Kfz-Werkstätten haben meist das rote Kennzeichen mit der 06 für Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten.

Die 07 ist hingegen für Oldtimer reserviert, die an zugelassenen Veranstaltungen teilnehmen, die "der Darstellung von Oldtimer-Fahrzeugen und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen" (Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). 

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

S wie Saisonkennzeichen

Mit dem Saisonkennzeichen, das es in Deutschland seit dem 1. März 1997 gibt, ist es möglich, ein Auto für zwei bis elf Monate anzumelden. So sparen Fahrer an Versicherung, Steuer und Verwaltungsaufwand – schließlich entfällt mit dem Saisonkennzeichen das zusätzliche An- und Abmelden des Fahrzeugs. Das lohnt sich zum Beispiel bei Cabrios oder Wohnwägen.

Rotes Auto-Kennzeichen: Was steckt dahinter?

W wie Wechselkennzeichen

Das sogenannte Wechselkennzeichen kann nur dann vergeben werden, wenn zwei Autos mit der gleichen Klasse auf ein Kennzeichen zugelassen werden. Natürlich ist immer nur das Auto für den Verkehr zugelassen, das das entsprechende Kennzeichen gerade trägt. Das Wechselkennzeichen existiert in Deutschland übrigens erst seit dem Jahr 2012.