Werden die Spritpreise bald noch teurer?

Ein Uniprofessor stellt waghalsige Forderungen an den Staat

Werden die Spritpreise bald noch teurer?

Dass Autofahren ökologisch betrachtet nicht die optimale Art der Fortbewegung ist, ist uns allen bewusst. Und doch reicht häufig schon allein der Komfortfaktor aus, um uns - gerade wenn es um lange Strecken geht - gegen den öffentlichen Nah- und Fernverkehr und für unseren PKW zu entscheiden.

Um uns eben diese Motivation zu nehmen und so dafür zu sorgen, dass der Deutsche öfter mal sein Auto stehen lässt, stellt der Universitätsprofessor Dr. Wolfgang Maennig in einem Focus-Artikel nun waghalsige Forderungen an den Staat.

Worum es sich bei diesen Forderungen handelt und wie Maennig diese begründet, erfährst du auf den nächsten Seiten...

Werden die Spritpreise bald noch teurer?

In genanntem Artikel macht Maennig (58) vor allem auf die horrenden Kosten, die Autofahren verursacht, aufmerksam. Autofahrer beachteten häufig nur die sogenannten internen Kosten, zu denen beispielsweise Kraftstoff- und Reparaturkosten gehören, so der Professor für Wirtschaftswissenschaften.

Tatsächlich fielen durch die Verursachung von Abgasen und Lärm aber auch weitere Kosten an, für welche die Autofahrer nicht aufkämen. "Externe" Arzt- und Krankenhauskosten hingegen würden dementsprechend entweder von der betroffenen Person selbst oder aber vom Staat getragen.

Um dieses Ungleichgewicht zu beseitigen, stellt der ehemalige Olympiasieger im Rudern nun eine Forderung, die so einigen nicht gefallen dürfte...

Werden die Spritpreise bald noch teurer?

Maennig fordert, dass der Staat die externen Kosten auf die Mineralölsteuer aufschlägt, um so Autofahren teuerer zu machen und den Verkehr zu reduzieren. Dies ist allerdings einfacher gesagt als getan, da diese externen Kosten sich nur schwer pauschal berechnen lassen.

Als Beispiel wählt Maennig deshalb eine Berechnung der Grünen aus dem Jahr 2013. Demnach kämen zusätzlich zur Summe aus Mineralölsteuer, Kfz-Steuer und Autoversicherung pro 100 gefahrene Kilometer rund 15 Euro externe Kosten hinzu. Da auf diese Strecke in der Regel acht Liter verbraucht würde, belaufe sich der hinzukommende Beitrag auf ca. 1,88 Euro pro Liter. Ein Liter Super E10 würde dementsprechend nicht mehr 1,29 Euro kosten sondern 3,17 Euro.

Warum das jedoch schwierig werden könnte, erfährst du auf der nächsten Seite...

Werden die Spritpreise bald noch teurer?

Damit diese Preiserhöhung nicht zu stark ins Gewicht fiele, schlägt Maennig vor, die Preise zunächst stufenweise um 3 Cent pro Jahr zu erhöhen. Doch auch dieser Vorschlag gestalte sich problematisch.

Der Universitätsprofessor verweist auf ein Beispiel aus der Vergangenheit, als 1998 die Grünen einen Benzinpreis von fünf Mark pro Liter forderten und daraufhin ihre Zustimmungswerte dramatisch sanken. Und auch die aktuellen Unruhen in Frankreich seien eine direkte Folge von Präsident Macrons Plänen, mit dem Ziel einer erfolgreichen Energiewende die Diesel-Steuern zu erhöhen.

Ob es hier also tatsächlich zu einer Erhöhung der Kraftstoffpreise kommt, bleibt vorerst abzuwarten.