Welche Mängel am Auto kann man selbst beheben?

Werkstatt? Quatsch, das kannst du selbst!

Zu sehen ist ein Mann, der sein Auto repariert.
Quelle: IMAGO / Shotshop

Unser Auto ist unser Liebling, aber natürlich auch ein Gebrauchsgegenstand, der wohl oder übel mal verschleißt. Dann heißt es: Ab in die Werkstatt und Daumen drücken, dass die Reparaturkosten uns nicht in die Knie, beziehungsweise in Bus und Bahn zwingen. 

Doch aufgepasst: Bevor du viel Geld in der Werkstatt hinblätterst, solltest du dir die jeweiligen Mängel mal genauer anschauen. Einige davon kannst du ganz easy selbst beheben:

Zu sehen ist eine offene Autotür.
Quelle: IMAGO / Westend61

Problem #1: Die Tür quietscht

Wenn das Öffnen der Tür von einem unangenehmen Quietschen begleitet wird, greifen viele zu speziellen (und überteuerten) Produkten und Sprays, die jedoch nicht immer angewendet werden dürfen – insbesondere, da der Auslöser recht variabel sein kann: Scharniere, Türbremse oder Gummidichtung sind nur einige der möglichen Übeltäter. 

Was ist also zu tun?

Zu sehen ist ein Mann, der eine Autotür öffnet.
Quelle: IMAGO / Westend61

Das hilft:

Quietscht das Scharnier, kannst du ganz einfach ein wenig Schmierfett auftragen. Letzteres kannst du auch anwenden, wenn die Türbremse oder das Türfangband schuld sind. Fest sitzende, rostende Bauteile behandelst du hingegen mit Kriechöl. Und falls das alles nicht hilft, kann auch die Gummidichtung das unangenehme Geräusch verursachen. Ein Gummipflegestift schafft hier Abhilfe (bei beflockten Dichtungen hingegen Silikonspray verwenden!).

Zu sehen ist ein Warndreieck, das auf der Straße steht.
Quelle: IMAGO / Gottfried Czepluch

Problem #2: Warndreieck und Verbandkasten

Ein weiterer Punkt, den du ganz einfach selbst erledigen kannst, ist die Kontrolle von Warndreieck und Verbandkasten, deren Mitnahme gesetzlich vorgeschrieben ist. Baue das Warndreieck probehalber auf, um zu checken, ob es funktioniert. Und vergiss nicht, den Verbandkasten nach Ablaufdatum zu erneuern oder gegebenenfalls neuen Bestimmungen anzupassen. 

Zu sehen ist eine Lüftung im Auto.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Problem #3: Die Lüftung stinkt

Fängt die Luft aus der Fahrzeuglüftung an muffig zu riechen, liegt das in den meisten Fällen am Innenraumfilter. Dieser befindet sich in den meisten Fällen im Fußraum des Autos. Filtert er die Luft nicht mehr richtig, musst du jedoch nicht gleich in die Werkstatt eilen: 

Zu sehen ist eine Person, die den Luftfilter im Auto wechselt.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Das hilft:

Besorg dir in einem Autofachhandel oder beim Vertragshändler einen neuen Filter, wenn der alte die Innenraumluft Schmutz, Staub oder Pollen sei Dank nicht mehr richtig säubert. Meistens ist es ganz einfach, den Übeltäter auszubauen und gegen den neuen Filter auszutauschen. 

Zu sehen ist eine junge Frau, die ein Auto fährt.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

#4: Das Öl muss gewechselt werden

So ein Ölwechsel, der grundsätzlich beim Werkstattbesuch ansteht, kann ganz schön ins Geld gehen. Wenn du die Kosten niedrig halten willst, kannst du ihn ganz einfach selbst übernehmen – und zwar auch, wenn du keine Hebebühne hast! Miete dir einfach einen Platz in der Mietwerkstatt an. Dann gehst du wie folgt vor: 

Zu sehen ist eine Person, die einen Ölwechsel am Auto durchführt.
Quelle: IMAGO / IMAGO / Westend61

Das hilft:

Öffne zuerst die Abdeckungen, nimm den Einfülldeckel ab und ziehe den Ölstandsmesstab heraus. 

Fahre das Auto dann nach oben, wobei du eine Auffangwanne unterhalb platzierst. Lass das Öl ab und erneuere im gleichen Schritt den Dichtring an der Ablassschraube. Diese darfst du übrigens nur sehr vorsichtig festziehen, da du sonst das Gewinde der Ölwanne beschädigst. 

Dann geht es an den Ausbau des Ölfilters: Schmiere vor dem Einbauen des neuen Filters unbedingt den Dichtring mit ein wenig Altöl ein! Zum Schluss das Öl einfüllen, wobei du im Idealfall 0,2 Liter weniger als vorgeschrieben nimmst. Dann den Motor kurz laufen lassen und wieder abstellen. Wenn du fünf Minuten gewartet hast (das Öl muss sich setzen) kannst du den Ölstand überprüfen. 

Zu sehen sind Autoteile in der Detailaufnahme.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

#5: Stoßdämpfer und Bremsklötze

Auch hierfür braucht es natürlich eine Hebebühne; daher empfiehlt es sich, Stoßdämpfer und Bremsklötze zu checken, wenn du sowieso das Öl wechseln und den Ölfilter erneuern musst. Für den Check die Taschenlampe nicht vergessen!

Dann untersuchst du dein Auto wie folgt: 

Zu sehen ist ein Mann, der ein Auto repariert.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Das hilft:

Untersuche die Dämpfer und Gummilager mithilfe der Taschenlampe auf äußere Beschädigungen, undichte Stellen und Risse. Bei den Bremsklötzen musst du auf die Abfahrmarkierung achten. In beiden Fällen solltest du danach wohl oder übel die Werkstatt aufsuchen: Denn mehr als untersuchen ist für Laien an dieser Stelle nicht drin; danach darf der Profi ran ...