Neue Methode gegen Raser in hessischer Stadt: Werden sie so endlich gestoppt?

Die neue Maßnahme ist eine Alternative zum Blitzer

Dieses Bild zeigt ein Auto, das auf der Autobahn rast.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Jahr 3.265 Menschen in Deutschland bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Vergleicht man die Zahlen mit denen des Vorjahres, lässt sich ein Anstieg von 2,7 Prozent ausmachen. Um den deutschen Straßenverkehr sicherer zu machen, werden neben bestehenden Maßnahmen wie Verkehrskontrollen und Radarfallen auch Neuerungen wie beispielsweise ein allgemeines Tempolimit diskutiert. Eine Einigung diesbezüglich steht bisher aus.

Eine Stadt in Hessen hat nun jedoch eine weitere Methode gefunden, um gegen Raser durchzugreifen und deutsche Straßen sicherer zu machen. Welche das ist, erfährst du auf den nächsten Seiten.

Im hessischen Hanau soll ein System namens Actibumps künftig dafür sorgen, Rasern das Handwerk zu legen: Hinter dem kryptischen Namen stecken Installationen aus Stahlplatten, die sich um mehrere Zentimeter absenken, wenn sich ein Fahrzeug nähert, welches das festgelegte Tempolimit überschreitet. Begleitet wird das Ganze von einem unangenehmen Poltern beim Überfahren der Fallgrube; dieses soll den Fahrer dazu erziehen, sich an die Begrenzung zu halten.

Mithilfe eines speziellen Transponders können die Schwellen für Rettunsgwagen temporär außer Kraft gesetzt werden, so Stadtrat Thomas Morlock gegenüber dem hr. 

Doch wann wird die neue Maßnahme in der Stadt umgesetzt?

Die Actibumps, die Raser ohne Bußgeld oder Schäden am Auto zum Umdenken bewegen könnten, sollen bis zum Spätsommer für rund 50.000 Euro installiert werden. Allerdings klärt das hessische Verkehrsministerium aktuell noch, ob die Maßnahme ohne Zulassung der Bundesanstalt für Straßenwesen durchgeführt werden darf.

Wird jedoch eine Einigung erzielt, ist Hanau schon bald die erste deutsche Kommune, die Rasern sprichwörtlich eine Grübe gräbt.