Zehn Hinweise zum Gebrauchtwagenkauf

Es gilt vieles zu beachten

Zu sehen ist ein Parkplatz mit vielen Autos.
Quelle: IMAGO / photothek

Für die meisten von uns gilt: Wer ein neues Auto braucht, macht sich auf den Weg zum Gebrauchtwagenhändler. Allerdings kann es hier schneller als in Autohäusern mit Neuwagen dazu kommen, dass man – vorsichtig gesagt – über den Tisch gezogen wird. 

Damit euch das beim Autokauf nicht passiert, haben wir auf den nächsten Seiten zehn Tipps zusammengestellt, die zeigen, worauf ihr achten müsst, damit euer Geld auch gut angelegt ist.

Mit einem Klick auf 'Weiter' geht es los!

Zu sehen ist ein Autoverkäufer, der einem Kunden ein Auto zeigt.
Quelle: IMAGO / agefotostock

#1 Privatkauf oder ab zum Händler?

Hier geht es um Grundsätzliches. Der Vorteil von privaten Verkäufern ist häufig der niedrigere Preis. Allerdings habt ihr dann keine Gewährleistung, und sollten doch Probleme mit dem Wagen vorliegen, hat man als Käufer oft das Nachsehen. Ein Händler hingegen muss Garantie geben. Allerdings sollte man hier auch auf sein Bauchgefühl hören – kommt einem der Verkäufer fragwürdig und der Autohof nicht koscher vor? Dann lieber einen neuen Händler suchen.

Zu sehen ist eine junge Frau, die den Motorraum eines Autos überprüft.
Quelle: IMAGO / Addictive Stock

#2 Auf Unfälle überprüfen

Wer nicht professionell mit Autos zu tun hat, für den kann es schwierig werden herauszufinden, ob das Auto der Wahl bereits einen Unfall hatte und die Schäden nur oberflächlich ausgebügelt wurden. Aber ein paar Hinweise gibt es, auf die man den Wagen untersuchen sollte: Unterscheiden sich die Spaltmaße an den Türen stark? Gibt es Lackspritzer an Stellen, wo Lack eigentlich nichts zu suchen hat? Gibt es starke Unterschiede, wie zum Beispiel Helligkeitsabstufungen, im Lack? Dann solltet ihr skeptisch werden.

Zu sehen ist ein Auto und ein dazugehöriger Kaufvertrag.
Quelle: IMAGO / U. J. Alexander

#3 Der Kaufvertrag

Ebenfalls kann es für Laien oft schwierig sein, die Formulierungen im Kaufvertrag richtig zu verstehen. Es gibt jedoch ein paar Floskeln, bei denen man vorsichtig sein sollte. Dazu zählt zum Beispiel ein Verzicht auf die Gewährleistung, oder dass der Wagen so verkauft wird, wie er gesehen und probegefahren wurde – so kann sich der Händler bei späteren Mängeln leicht herausreden.

Zu sehen ist der Tacho eines Gebrauchtwagens.
Quelle: IMAGO / Manfred Segerer

#4 Der Kilometerstand

Es ist ein Klassiker, der immer wieder vorkommt: ein manipulierter Kilometerstand. Mittlerweile muss man, um diesen zu ändern, nicht mehr groß an den Armaturen herumschrauben, sondern kann ihn einfach mit einem Computer verstellen. Doch ein Blick in den Innenraum des Wagens kann hier Aufschluss geben: Wie Abgenutzt sind die Pedale und Sitze? Ist der Schaltknüppel zu abgegriffen für die angegebenen Kilometer? All das sind Indizien dafür, ob hier betrogen wurde.

Zehn Hinweise zum Gebrauchtwagenkauf
Quelle: Pexels

#5 Das Serviceheft

Insbesondere bei Gebrauchtwagen ist es wichtig, dass es ein Serviceheft gibt, in dem die Reparaturen etc. des Autos vermerkt sind. Damit man damit aber nicht über den Tisch gezogen wird, sollte man dabei ganz genau hinschauen: Kommen die Stempel vom Verkäufer des Wagens? Ist es immer die gleiche Unterschrift? Wird die Stempelfarbe von Seite zu Seite schwächer? Hier sollte man nachfragen!

Zehn Hinweise zum Gebrauchtwagenkauf
Quelle: Pexels

#6 Der Typenschein

Im Typenschein kann man sehen, wer die vorherigen Besitzer des Wagens waren. Bei zwei Auffälligkeiten sollte man stutzig werden: Zum einen, wenn das Auto unverhältnismäßig viele Vorbesitzer hatte. Das spricht dafür, dass etwas mit dem Wagen nicht stimmt. Zum anderen, wenn einer der Vorbesitzer eine Vermietung war. Dann dürfte das Auto schon ziemlich beansprucht worden sein, was ebenfalls nicht die besten Vorraussetzungen sind.

Zu sehen ist der Tacho eines Gebrauchtwagens und es geht um den Autokauf.
Quelle: IMAGO / YAY Images

#7 Ein zu hoher Kilometerstand?

Wenn es keinen Grund gibt anzunehmen, dass am Kilometerstand herumgepfuscht wurde, stellt sich häufig eine weitere Frage: Wann ist der Stand zu hoch? Nicht immer sagt eine hohe Kilometerzahl etwas über den Zustand des Wagens aus. Allerdings sollte man überprüfen, ob Verschleißteile bereits ausgetauscht wurden? Geschah das bei einem hohen Kilometerstand noch nicht, könnten schon bald weitere Kosten auf euch zukommen.

Zehn Hinweise zum Gebrauchtwagenkauf
Quelle: Pexels

#8 Alter und Sicherheit

Nicht immer ist das Alter des Wagens auch aussagekräftig für dessen Sicherheit. Wesentlich ist eher, ob die vorhandenen Sicherheitselemente in gutem Schuss sind. So sind neue Bremsen bei einem alten Auto sicherer als abgenutzte Bremsen bei einem neueren Wagen. Auch zu viel Rost ist ein Hinweis darauf, dass es mit der Sicherheit des Autos nicht zu gut bestellt ist.

Zehn Hinweise zum Gebrauchtwagenkauf
Quelle: Pexels

#9 Um den Preis feilschen?

Im Grunde sitzt beim Preis der Händler am längeren Hebel. Handelt es sich um einen Wagen, der leicht an den Mann zu bringen ist? Dann wird er sich vermutlich nicht auf eine Preisdiskussion einlassen. Allerdings spricht nichts dagegen, es trotzdem zu versuchen! Mit etwas Geschickt, lassen sich so vielleicht noch ein paar Euro sparen.

Zu sehen ist ein Autoverkäufer, der einem Kunden ein Auto zeigt.
Quelle: IMAGO / agefotostock

#10 Floskeln, Floskeln, Floskeln

Mancher Floskeln wird sich in Anzeigen immer wieder gern bedient. So bedeutet "Garagengepflegt" zwar, dass der Wagen nicht das ganze Jahr über draußen stand – aber auch, dass es mit anderen Geräten in einer Garage untergebracht war, die für Kratzer sorgen können. Ein "Notverkauf" kann einem zwar eine Menge Geld sparen, aber dann sind wohl bald ein paar Extra-Euros für Reparaturen notwendig. Besonders nett klingt immer "Rentnerfahrzeug" – zwar sollte man vorsichtig mit seinem Wagen umgehen; zu behutsames Verhalten sorgt aber schnell für eingerostete Gänge.