Diese Dinge solltest du im Winter niemals im Auto lassen
Viele Leute nutzen ihr Auto als Lager für Dinge. Doch gerade im Winter sollte man immer abwägen, was dort zurück gelassen wird.
Das Auto ist für die meisten mehr als nur ein simples Transportmittel. Auf und unter den Sitzen, im Handschuhfach und im Kofferraum werden häufig mehr Gegenstände gelagert, als sie im Auto wohl tatsächlich benötigt werden. Snacks, Smartphones und weitere Dinge werden gerne mal im Wagen liegengelassen, weil sie am nächsten Tag sowieso dort wieder weitergenutzt werden. Doch besonders im Winter sollte man bei dieser Form der Lagerung achtsam sein: Kalte Temperaturen können dafür sorgen, dass viele Dinge im Auto Schaden nehmen. Welche Gegenstände du unbedingt mitnehmen solltest, verraten wir dir in diesem Artikel. Hattest du sie alle auf dem Schirm?
#1 Elektronische Geräte
Viele lassen ihr Handy gerne im Auto. Dein empfindliches Smartphone, Tablet oder Laptop (auch die dazugehörigen Akkus) sollte keinesfalls über Nacht im kalten Auto bleiben. Die empfindlichen Lithium-Ionen-Akkus können bei extremer Kälte dauerhaft Schaden nehmen. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt entladen sich Batterien deutlich schneller, und im schlimmsten Fall kann es sogar zu Rissen im Display kommen. Besonders tückisch: Viele Schäden zeigen sich erst später, wenn das Gerät wieder aufgewärmt wird und Kondenswasser im Inneren entsteht. Auch Kameras, Powerbanks und andere elektronische Hilfsmittel sind anfällig für Kälteschäden. Ein guter Tipp: Lass deine Geräte nach einem Aufenthalt in der Kälte langsam auf Zimmertemperatur erwärmen, bevor du sie wieder einschaltest.
#2 Getränke
Wenn du bevorzugt Getränke im Auto lagerst, solltest du besonders bei Minusgrade achtsam sein. Denn insbesondere bei Dosen- und Glaskonserven besteht die Gefahr der Explosion. Denn kalte Flüssigkeiten breiten sich bekanntlich aus und sprengen mit Leichtigkeit ihr Gefäß. Bei Wasserflaschen ist das nervig, da alles nass werden kann und die Scherben herumliegen. Doch gerade bei Soft- und Energydrinks wird es noch gefährlicher, denn wenn gesüßte Getränke explodieren, können technische Geräte enormen Schaden nehmen. Flecken aus gezuckerten Getränken lassen sich aus Stoff zudem schwerer entfernen. Auch bei alkoholischen Getränken kann es zu Schwierigkeiten beim Entfernen von Flecken kommen, hinzu kommt hierbei der hartnäckig bleibender Geruch.
#3 Lebensmittel in Konserven
Nicht nur Getränke, auch Lebensmittel in Konserven können bei winterlichen Temperaturen zum Problem werden. Besonders Dosen und Gläser sind gefährdet, wenn ihr Inhalt bei Frost expandiert. Tomatensoße, Suppen oder eingelegte Gemüse dehnen sich aus und können die Verpackung zum Bersten bringen. Neben der Sauerei im Auto kann dies auch dazu führen, dass deine Lebensmittel ungenießbar werden. Bei Obstkonserven kann zudem der hohe Zuckergehalt problematisch sein, wenn die Flüssigkeit ausläuft und in die Polster eindringt. Denk also daran, auch diese Vorräte nach dem Einkauf aus dem Auto zu nehmen – dein Fahrzeug ist kein Ersatzkühlschrank für den Winter!
#4 Kosmetik und Pflegeprodukte
Viele beliebte Beauty-Produkte haben im winterlichen Auto ebenfalls nichts verloren. Cremes, Lotionen und Flüssigkeiten mit hohem Wasseranteil können bei Frost ihre Konsistenz verändern oder sich komplett entmischen. Besonders Produkte in Glasflakons sind bruchgefährdet. Bei Lippenstiften, Foundations oder Mascaras kann die Kälte dazu führen, dass sie brüchig werden oder austrocknen. Aerosole und Sprays stehen unter Druck und können bei extremen Temperaturschwankungen sogar explodieren. Bedenke auch: Viele Pflegeprodukte sind für die Anwendung bei Körpertemperatur konzipiert – stark ausgekühlte Cremes auf der Haut anzuwenden, kann unangenehm sein und die Wirkung beeinträchtigen. Nimm deine Kosmetiktasche daher immer mit ins Haus!
#5 Medikamente
Während viele Medikamente „kühl“, also bei acht bis 15 Grad Celsius gelagert werden sollen und dürfen, sind winterliche Temperaturen um den Gefrierpunkt, also ab null Grad Celsius, oft schädlich für viele Präparate. Vor allem Insuline, Impfstoffe, Flüssige Arzneimittel und Säfte, Augentropfen und -salben, Asthmasprays und bestimmte Injektionspräparate verlieren im Winter, wenn sie bei Minusgraden im Auto gelagert werden, ihre Wirkung. Solltest du solch empfindliche Medizin im Winter mit deinem Auto transportieren müssen, solltest du sie gut vor Kälte schützen und mindestens in einer gefütterten Tasche transportieren.
#6 Naturmaterialien
Gegenstände aus natürlichen Materialien wie Holz oder Leder reagieren besonders empfindlich auf Temperaturschwankungen. Holzgegenstände können durch die trockene Winterluft im Auto austrocknen, reißen oder sich verziehen. Besonders wertvoll sind meist Instrumente aus Holz oder andere hochwertige Gebrauchsgegenstände. Bei Lederprodukten wie Handschuhen, Taschen oder Autositzauflagen kann die Kälte dafür sorgen, dass das Material spröde wird und Risse bekommt. Auch Textilien aus Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle nehmen Feuchtigkeit auf und können bei Frost Schaden nehmen. Nimm daher Gegenstände aus Naturmaterialien immer mit ins Haus – sie werden es dir mit längerer Lebensdauer danken.
#7 Musikinstrumente
Gitarre, Geige oder Flöte – wer sein Instrument im Winter im Auto vergisst, riskiert teure Schäden. Besonders Saiteninstrumente reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Die Holzkorpusse können reißen, Saiten verstimmen sich oder reißen, und der Klang kann dauerhaft leiden. Blasinstrumente sind ebenfalls gefährdet: In den feinen Ventilen und Klappen kann gefrierende Feuchtigkeit für Schäden sorgen. Elektronische Instrumente wie Keyboards haben zudem die gleichen Probleme wie andere Elektronikgeräte. Auch wenn es manchmal lästig erscheint: Nimm dein Instrument immer mit ins Haus, selbst wenn du es am nächsten Tag wieder brauchst. Die Investition in eine gut isolierte Instrumententasche lohnt sich für Musiker besonders im Winter.
#8 Wichtige Dokumente
Versicherungspolicen, Ausweise oder andere wichtige Unterlagen solltest du niemals längere Zeit im Auto liegen lassen – besonders nicht im Winter. Die Kombination aus Kälte und schwankender Luftfeuchtigkeit kann Papier angreifen und empfindliche Drucke oder Unterschriften unleserlich machen. Bei Minusgraden gefolgt von wärmeren Temperaturen kann sich zudem Kondenswasser auf den Dokumenten bilden, was zu Verwellungen oder Stockflecken führt. Elektronische Speichermedien wie USB-Sticks oder externe Festplatten mit wichtigen Daten sind ebenfalls gefährdet. Ein praktischer Tipp: Gewöhne dir an, eine kleine Mappe für wichtige Unterlagen zu nutzen, die du immer mitnimmst, wenn du das Auto verlässt.
#9 Feuerzeuge und Spraydosen
Feuerzeuge, Spraydosen und andere Druckbehälter können bei extremer Kälte zum Sicherheitsrisiko werden. Bei starken Temperaturschwankungen – etwa wenn du das Auto plötzlich stark aufheizt – kann der Druck in den Behältern gefährlich ansteigen. Dies gilt besonders für Gasfeuerzeuge, Deosprays, Haarsprays oder Druckluftdosen. Im schlimmsten Fall können diese Gegenstände bersten oder sogar explodieren, wenn sie nach langer Kälte schnell erwärmt werden. Auch Lackdosen oder Sprühfarben für Heimwerkerprojekte sollten nicht im Auto gelagert werden. Ihre Inhaltsstoffe können sich bei Frost entmischen und unbrauchbar werden. Nimm daher alle Sprühdosen und Feuerzeuge immer mit, wenn du dein Auto für längere Zeit abstellst.
#10 Lebewesen im Auto
Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber leider passiert es immer wieder: Haustiere dürfen unter keinen Umständen im Winter im Auto zurückgelassen werden. Selbst kurze Wartezeiten können bei niedrigen Temperaturen lebensgefährlich für Tiere sein. Auch Zimmerpflanzen überleben keine Nacht im frostigen Fahrzeug – die empfindlichen Zellstrukturen werden durch Eisbildung zerstört. Wenn du Pflanzen transportierst, wickle sie gut ein und bring sie sofort an einen warmen Ort. Für Tierhalter gilt: Plane deine Fahrten so, dass du dein Haustier nicht allein im Auto lassen musst. Falls unvermeidbar, sollte die Wartezeit minimal sein und die Heizung weiterlaufen. Dein tierischer Freund wird es dir danken!