Autotuning: Nicht alles ist erlaubt in Deutschland

Harte Strafen drohen

Autotuning: Nicht alles ist erlaubt in Deutschland

Getunte Autos lassen das Herz eines jeden Motor-Fans höher schlagen. Allerdings ist das Aufmotzen des eigenen Autos bei weitem nicht mehr so einfach wie es noch Anfang der 90er war. Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen sind speziell die Motoren immer komplexer aufgebaut, und zum anderen rücken das Image von Fahrer und Auto immer mehr in den Mittelpunkt – weniger die Leistung.

Aber nicht alles, was gefällt, ist auch erlaubt. Sicherheitsrelevante Dinge müssen ausdrücklich zum Tunen freigegeben und durch verschiedene Genehmigungen abgesichert sein.

Was erlaubt ist und was nicht, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Autotuning: Nicht alles ist erlaubt in Deutschland

Zugelassene Tuningteile verfügen normalerweise über eine allgemeine Betriebserlaubnis, ein Teilgutachten, eine EG- oder ECE-Genehmigung oder eine allgemeine Bauartgenehmigung. Daher sollte man insbesondere bei importierten Teilen aus dem Nicht-EU-Ausland vorsichtig sein.

Diese verschiedenen Dokumente zeigen auch an, inwieweit das mit den Teilen getunte Auto von einem Gutachter abgenommen oder die Veränderungen in die Fahrzeugpapiere aufgenommen werden müssen. Wer sich nicht daran hält, den können harte Strafen erwarten ...

Welche Strafen das sind und was auf deutschen Straßen erlaubt ist, lest ihr auf den nächsten Seiten.

Autotuning: Nicht alles ist erlaubt in Deutschland

Geben die Dokumente keine klare Anweisung, muss eine Einzelabnahme durchgeführt werden – und die kann ziemlich teuer werden. Wer nicht erlaubte oder genehmigte Veränderungen an seinem Fahrzeug durchführt, dem droht das Erlöschen der Betriebserlaubnis – und damit das Risiko, seinen Versicherungsschutz zu verlieren.

Aber was ist erlaubt und was nicht?

Auspuff

Die Vorschriften zu Lärmemissionen sind in Deutschland strikt geregelt, weshalb auch sogenannte "Tuning-Töpfe" nicht mehr laut rasseln dürfen. Daher spielt hier nur die Optik eine Rolle – und die dürfte Geschmacksache sein.

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Reifen

Kaum etwas wird häufiger getuned als die Reifen und Räder von Autos. Meist geht es dabei um breite und flache Reifen sowie möglichst auffällige Felgen. Dünne Reifen haben zwar den Nachteil, dass sie Stöße ungefedert weitergeben; aber Design schlägt oft Nutzen. Dennoch gibt es auch hier klare Gesetze: In den Fahrzeugpapieren ist vermerkt, welche Rad-Reifen-Kombinationen erlaubt sind. Will man Reifen aufziehen, die für höhere Geschwindigkeiten und ein größeres Gewicht zugelassen sind als in den Papieren als Untergrenze vermerkt ist, steht dem Tuning aber nichts im Wege.

Spoiler

Die Zeiten des großen Spoiler-Tunings sind mittlerweile vorbei. Die Leistung des Autos wird damit auch nicht wesentlich erhöht: Nur bei hohen Geschwindigkeiten wie sie auf der Autobahn erlaubt sind, kann sich im besten Fall ein Effekt einstellen.

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Fahrwerk

Auch das klassische "Tieferlegen" gehört zu den Tuning-Standards. Auch hier gilt, dass die Fahrsicherheit nicht beeinträchtigt werden darf. Aber schon der Nutzen ist hier fraglich: Die Leistung des Autos steigt kaum und der Verschleiß wird größer.

Motor

Das Herz des Autos: der Motor. Auf jede Modifikation muss eine Begutachtung folgen. Denn eine höhere PS-Zahl muss mit den Bremsen sowie dem Fahrwerk auch sicher machbar sein. Hinzu kommt, dass Versicherungen auf ein Motor-Tuning hin die Typeinstufung des Fahrzeugs ändern können.