Auto waschen im Winter: Das solltest du beachten

Im Winter zur Waschstraße? Unbedingt. Mit der richtigen Pflege bleibt dein Auto auch bei Frost, Schnee und Salz geschützt.

Autopflege sollte nicht abhängig sein von der Jahreszeit.
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In der kalten Jahreszeit sieht das Auto oft besonders schmutzig aus. Schneematsch, Streusalz und Straßenschmutz setzen sich hartnäckig auf Lack, Felgen und Unterboden ab. Gerade in der kalten Jahreszeit ist jedoch regelmäßige Autopflege besonders wichtig. Pflege schützt tatsächlich auch wichtige Bauteile vor Korrosion und Schäden. Wer sein Auto über längere Zeit ungewaschen lässt, riskiert nicht nur Rost, sondern auch eine Beeinträchtigung der Fahrzeugoptik. Hier erfährst du, worauf du beim Autowaschen im Winter achten solltest.

Kälte sollte nicht davon abhalten, das Auto weiterhin gut zu pflegen.
Quelle: IMAGO / Rene Traut

#1 Waschpausen vermeiden, auch bei Kälte

Selbst wenn es draußen kalt ist, solltest du auf regelmäßige Autowäschen nicht verzichten. Verschmutzungen und insbesondere Streusalz greifen auf Dauer den Lack sowie empfindliche Fahrzeugteile an und fördern Korrosion. Auch wenn es draußen grau bleibt und das Auto morgen wieder schmutzig ist, empfehlen Expert*innen regelmäßige Wäschen. Denn wer zu lange wartet, riskiert, dass sich Salz und Schmutz tief im Lack oder an Metallteilen festsetzen. Deshalb ist es sinnvoll, die Salzschicht regelmäßig zu entfernen, um langfristige Schäden zu vermeiden und den Wert des Autos zu erhalten.

Streusalz sorgt für reichlich Verschmutzung.
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#2 Streusalz rechtzeitig entfernen

Salzrückstände gehören zu den aggressivsten Belastungen für das Fahrzeug im Winter. Sie können unter anderem Bremsleitungen, Radkästen und den Unterboden schädigen. Je länger das Salz haften bleibt, desto höher ist das Risiko für Rost. Eine regelmäßige Reinigung hilft, diese Rückstände frühzeitig zu entfernen und die Substanz deines Autos zu erhalten. Besonders im Übergang vom Spätwinter zum Frühling ist eine gründliche Unterbodenreinigung empfehlenswert, da sich dort über Wochen hinweg Salz, Feuchtigkeit und Schmutz ansammeln, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind.

Die Strafen gelten übrigens bei Verstößen!

Die Vorwäsche ist wesentlich.
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#3 Vorwäsche gründlich durchführen lassen

Bevor die eigentliche Hauptwäsche beginnt, sollte grober Schmutz unbedingt entfernt werden. Viele moderne Waschanlagen bieten eine automatische Vorwäsche an, die genau diese Aufgabe übernimmt. Sie sorgt dafür, dass kleine Steinchen, festgetrocknete Matschpartikel oder Straßenschmutz nicht wie Schleifpapier über den Lack gezogen werden. Wer auf diesen Schritt verzichtet, riskiert feine Kratzer und langfristige Schäden an der Oberfläche. Besonders bei starker Verschmutzung lohnt sich zusätzlich eine manuelle Vorbehandlung mit Hochdruckreiniger oder Felgenbürste, bevor das Auto in die eigentliche Waschanlage fährt.

Autowaschen im Winter ist wichtig, aber wann ist die beste Zeit?
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#4 Waschwetter richtig einschätzen

Die Temperatur spielt beim Autowaschen im Winter eine besonders wichtige Rolle. Bei starkem Frost unter minus zehn Grad solltest du besser auf die Wäsche verzichten. Der abrupte Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmer Waschstraße kann Materialien belasten und sogar zu Spannungsrissen führen. Leichter Frost ist dagegen meist unproblematisch, vor allem wenn das Auto danach gut trocknen kann. Nach der Wäsche ist es wichtig, Türen, Motorhaube und Kofferraumklappe zu öffnen, damit sich keine Feuchtigkeit in Dichtungen oder Scharnieren staut und langfristige Schäden verhindert werden.

Nicht nur die Reinigung an sich, sondern auch das ideale Programm zählt.
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#5 Das passende Waschprogramm wählen

Im Winter lohnt sich ein Waschprogramm mit Unterbodenreinigung. Denn genau dort lagern sich besonders viele Schmutz- und Salzreste ab. Auch Felgen und Radkästen sollten regelmäßig mitgereinigt werden. Viele Anlagen bieten spezielle Winterprogramme, die genau auf diese Bedürfnisse abgestimmt sind. Eine regelmäßige Wachsversiegelung schützt zusätzlich vor Witterungseinflüssen und sorgt dafür, dass sich Schmutz nicht so schnell auf dem Lack festsetzt. Wer diese Schutzschicht regelmäßig erneuert, erleichtert nicht nur die nächste Reinigung, sondern beugt auch Lackschäden durch aggressive Rückstände vor.

Nichts darf die Sichtbarkeit einschränken.
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#6 Sicht und Beleuchtung im Blick behalten

Nicht nur der Lack braucht regelmäßige Pflege – auch Scheiben, Spiegel, Scheinwerfer und Rückleuchten sollten stets sauber gehalten werden. Verschmutzte Front- und Rückleuchten verlieren an Leuchtkraft, wodurch die Sichtbarkeit deines Autos für andere Verkehrsteilnehmer deutlich eingeschränkt und damit deine Sicherheit beeinträchtigt wird. Auch Sensoren für Assistenzsysteme funktionieren nur zuverlässig, wenn sie frei von Schmutz sind. Das gilt ganz besonders in der dunklen Jahreszeit mit häufigem Nebel, Schnee oder Regen. Saubere Scheiben und Leuchten reduzieren die Unfallgefahr, vermeiden Fahrfehler und sorgen für ein sicheres Fahrerlebnis.

Auch die Dichtungen sind wichtig.
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#7 Türgummis und Dichtungen richtig pflegen

Nach dem Waschen solltest du unbedingt die Türdichtungen abtrocknen. Bleiben sie feucht, können sie bei Minusgraden festfrieren und das Öffnen der Türen erschweren. Mit einem Gummipflegemittel oder einem Silikonspray schützt du die Dichtungen zusätzlich vor Kälte und Austrocknung. Diese regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer der Gummis und sorgt dafür, dass du dein Auto auch bei Frost problemlos öffnen kannst. Es empfiehlt sich, die Dichtungen regelmäßig zu kontrollieren. Denn auch eher kleine Risse oder Brüchigkeit können langfristig zu Problemen für dein Auto führen.

Nummernschilder sind am schnellsten verdreckt.
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#8 Nummernschilder nicht vernachlässigen

Nummernschilder sind im Winter oft mit Matsch und Dreck überzogen. Wenn sie nicht mehr lesbar sind, kann das im Straßenverkehr zum Problem werden und sogar ein Bußgeld nach sich ziehen. Achte also darauf, dass dein Kennzeichen sauber bleibt, besonders nach längeren Fahrten bei Schnee oder Schneematsch. Eine kurze Reinigung mit Wasser oder einem Tuch reicht oft schon aus und lässt sich auch zwischendurch schnell erledigen. Auch die Kennzeichenbeleuchtung solltest du regelmäßig kontrollieren, um bei Dunkelheit sichtbar zu bleiben und keine Vorschriften zu verletzen.

Handwäsche ist im Winter nicht immer die beste Wahl.
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#9 Handwäsche nur bedingt geeignet

Selbst zu waschen ist bei Kälte oft keine gute Idee. Wasser kann auf dem Boden oder am Auto gefrieren und zu Rutschgefahr führen. Wenn du trotzdem zur Handwäsche greifst, solltest du auf weiche, saubere Tücher und Schwämme achten, damit keine Kratzer entstehen. Beheizte SB-Waschplätze sind eine gute Alternative. Außerdem solltest du nur dort waschen, wo es erlaubt ist, denn auf privaten Flächen ist das aus Umweltschutzgründen häufig verboten. Achte zusätzlich darauf, keine aggressiven Reinigungsmittel zu verwenden, da diese Lack und Dichtungen beschädigen können.

Eine gute Autopflege erhält auch den Wert.
Quelle: IMAGO / imagebroker

#10 Auf Pflege für den Werterhalt setzen

Regelmäßige Pflege zahlt sich auch finanziell aus. Ein gut gepflegter Lack, saubere Felgen und ein rostfreier Unterboden tragen wesentlich zum Werterhalt deines Autos bei. Wer besonders im Winter konsequent auf regelmäßige Autowäsche achtet, investiert aktiv in die Langlebigkeit des Fahrzeugs und schützt wichtige Bauteile vor Schäden durch Salz und Schmutz. Gleichzeitig bleibt das äußere Erscheinungsbild gepflegt. Gerade bei einem späteren Wiederverkauf kann der Pflegezustand einen deutlichen Preisunterschied ausmachen. Ein sichtbar gut behandeltes Fahrzeug wirkt zudem vertrauenswürdiger und hinterlässt bei potenziellen Käufer*innen einen positiven ersten Eindruck.

Diese Regeln gelten übrigens beim Autofahren bei Schnee und Eis.

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