Wie viel Gehalt bekommt an als Polizist?

Hast du dich schon mal gefragt, wie viel Gehalt man als Polizist bekommt? Wir sind der Frage auf den Grund gegangen und haben es herausgefunden:

Wie viel Gehalt bekommt man als Polizist in Deutschland?
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Sie bewachen gewaltbereite Demonstrant*innen, schützen Fußballfans vor Hooligans, regeln den Verkehr und bringen sich grundsätzlich regelmäßig in Gefahr. Polizist*innen verdienen Respekt. Noch dazu sehen sie meist sehr furchteinflößend aus in ihrer Aufmachung. Doch wie sieht eigentlich ihr Gehalt aus? Je nach Bundesland verdienen sie erstaunlich wenig! Da Polizist*innen Diener des Staates und somit Beamt*innen sind, spricht man bei ihnen nicht von Gehalt, sondern vielmehr von Besoldung!

Wie viel genau sie verdienen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir haben uns für dich informiert und dabei interessante Fakten herausgefunden!

Überlegst du, ob eine Karriere bei der Polizei für dich gewinnbringend wäre? Hier erfährst du es: 

Je nach Bundesland verdient man unterschiedlich viel als Polizist.
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Das Gehalt ist je nach Bundesland verschieden

Jedes Jahr veröffentlichen die 16 deutschen Bundesländer die sogenannten Besoldungstabellen. Aus diesen kann man entnehmen, wie viel Beamt*innen in bestimmten Positionen verdienen. Dabei richtet sich der Verdienst nach sogenannten Besoldungsgruppen, die im Besoldungsgesetz von A2 bis A16 aufgeteilt werden. Jede Gruppe steht für einen gewissen Verdienst und beinhaltet staatliche Berufe wie beispielsweise Soldat*innen, Richter*innen, Professor*innen und Staatsanwält*innen.

Nach der Ausbildung werden Polizist*innen in verschiedene Gruppen eingeordnet. Nach diesen werden sie dann bewertet und entsprechend bezahlt.

Aber wie viel verdient man denn jetzt? 

Das Gehalt bei der Polizei hängt von verschiedenen Faktoren ab.
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Mehrere Faktoren spielen bei dem Gehalt mit ein

Natürlich entscheidet nicht nur das Bundesland darüber, wie viel Geld man als Polizist*in verdient. Auch andere Faktoren spielen eine große Rolle: Nämlich die Besoldungsgruppe und die vorhandene Erfahrung. 

Wie viel man verdienst hängt davon ab, ob man im mittleren, gehobenen oder höherem Dienst tätig bist. Logischerweise steigt der Gehalt je nach Dienstgrad. 

Wenn man beispielsweise den Weg über ein duales Studium wählt, dann startet man als Polizeikommissar*in im gehobenen Dienst bei etwa 2.300 Euro.

Am besten verdient man als Polizist in Hamburg.
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In Hamburg ist der Verdienst am höchsten

Wer in Hamburg Polizist*in ist, der verdient auf jeden Fall am meisten. Hier liegt die Besoldung bei 3.164 Euro/Monat. Eigentlich ein ganz gutes Gehalt, oder?

Nur der Bund übertrifft das Bundesland noch, mit 3.237 Euro/Monat. Vor ein paar Jahren war das noch anders, da hat Hamburg sogar mehr als der Bund gezahlt. 

Der Mittelwert liegt im Jahr 2022 bei ca. 2.996 Euro/Monat. Am wenigsten verdienen leider die Polizist*Innen in Mecklenburg-Vorpommern mit 2.833 Euro/Monat. Der Unterschied zum Bund liegt hier bei satten 404 Euro/Monat.

Das ist schon ein ziemlicher hoher Unterschied, oder? Aber warum ist das eigentlich so?

Ärmere Bundesländer zahlen weniger Gehalt, weil sie weniger Geld zur Verfügung haben.
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Woher kommen die großen Unterschiede? 

In den Besoldungstabellen sind auch Gehaltserhöhungen geregelt. Ein*e Berufseinsteiger*in wird in Stufe 1 eingeordnet. Nach jeweils zwei Jahren wird man dann in die nächsthöhere Stufe „befördert“. Ab dem 30. Lebensjahr erfolgt die Hochstufung dann alle drei Jahre und am dem 40. Lebensjahr nur noch alle vier Jahre.

Doch wie kann es sein, dass die Gehälter in den Bundesländern so weit auseinander gehen?

Im Grunde ist die Antwort ganz einfach: Eher ärmere Bundesländer wie Berlin oder Bremen zahlen ihren Polizist*innen weniger, weil sie im Landeshaushalt weniger Geld haben.

Unter den Polizist*innen führt dies jedoch zu Spannungen. Denn bei einem Großeinsatz wie zum Beispiel dem G20-Gipfel arbeiten Polizist*innen aus allen Bundesländern zusammen. Im Grunde machen sie also alle die gleiche Arbeit Seite an Seite, verdienen jedoch unterschiedlich!

Auch die Versicherung spielt eine große Rolle.
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Noch etwas spielt in den Gehalt mit ein ... 

Wer hätte es gedacht, aber die Art der Krankenversicherung spielt auch noch in den Gehalt mit ein. Denn als Polizist*in ist man nicht gesetzlich durch den Arbeitgeber*in versichert, sondern privat. Hierbei erhalten sie dann einen Zuschuss von der Dienststelle.

Man unterscheidet zwischen zwei Formen der Unterstützung:

1. Die Beihilfe: Hier zahlt der Dienstherr*in die Hälfte des Beitrages 
2. Die freie Heilfürsorge: Hier zahlt der Dienstherr*in während der aktiven Dienstzeit den gesamten Beitrag für die Krankenversicherung.

Und was hat das Ganze jetzt mit dem Gehalt zu tun? 

Die Art der Versicherung kann einen großen Unterschied im Gehalt ausmachen.
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Die Versicherung spielt eine große Rolle

Aber was hat denn jetzt die Art der Beihilfe mit dem Gehalt zu tun? Ganz einfach: 

Für Bundesländer, in denen es nur die Beihilfe gibt, muss man als Polizist*in monatliche Kosten von bis zu 250 Euro tragen. Bei einem Dienstherr*in mit Heilfürsorge sind es theoretisch 0 Euro monatlich bis höchstens 60 Euro monatlich. 

Das macht schon noch mal einen riesigen Unterschied auf dem monatlichen Gehaltscheck!

Was sagst du dazu? Würdest du nach diesen Informationen noch Polizist*in werden wollen?