Vor dem Verkauf: Warum dein Auto repariert werden sollte

Die Investition lohnt sich

Beim Preis deines Altwagens kannst du vor dem Verkauf sicher noch einiges herausholen.
Quelle: IMAGO / ingimage

Du willst dein Auto verkaufen und dir einen Neuwagen zulegen? Jetzt heißt es: Nichts überstürzen! Denn auch wenn du es kaum abwarten kannst, mit deinem neuen Wagen die Straßen unsicher zu machen, solltest du natürlich versuchen, vorher den optimalen Preis für dein altes Fahrzeug zu erzielen.

Wie du das anstellst und auf welche Dinge du hierbei besonders achten solltest, verraten wir dir auf den nächsten Seiten. 

Beim Kauf eines Autos zählt auf jeden Fall der erste Eindruck!
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Das Äußere ist entscheidend

Potentielle Käufer achten besonders auf das Äußere des Wagens – klar, denn das verschafft natürlich den berühmten ersten Eindruck. Und der ist bekanntlich sehr entscheidend, nicht nur unter Menschen. Als Verkäufer unterschätzt man dies häufig, da man sein Auto nicht objektiv wahrnimmt und eher auf Leistung und Co. hin bewertet.

Natürlich sind für den Käufer auch bestimmte 'innere Werte' wie der Kilometerstand entscheidend – doch die müssen einem möglichst makellosen Aussehen übereinstimmen, damit das Auto letztendlich auch der eigenen Erwartungshaltung gerecht wird und ein Kauf stattfinden kann. 

Welche Makel muss ich also untersuchen?

Zumindest Kratzer lassen sich in der Regel recht leicht ausbessern.
Quelle: IMAGO / agefotostock

#1: Kratzer oder Dellen

Einmal unvorsichtig ausgeparkt und schon ziert eine unschöne Delle das Fahrzeug. Wir selbst stören uns daran weniger (vor allem, wenn wir das Auto schon einige Jahre besitzen), potentielle Käufer aber schon. 

Doch ist immer eine Fahrt in die Werkstatt nötig? Jein! Kleinere Kratzer kannst du ganz einfach mit Lackstiften oder mit Reiniger und Politur ausbessern. Dellen lassen sich hingegen aus dem Blech drücken, wenn vorher die Innenverkleidung abgenommen wurde. Für größere Mängel ist jedoch eine Reparatur vom Profi nötig! 

Gerade Bauteile aus Kunststoff lassen sich mit wenig Geld und Aufwand auffrischen.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

#2: Kunststoff-Bauteile

Es kann auch nicht schaden, vor dem Verkauf einige der Kunststoff-Bauteile aufzufrischen, um das Auto neuer aussehen zu lassen – insbesondere, da solche Arbeiten wenig Aufwand und Geld kosten. Besorge dir einfach einen Kunststoff-Auffrischer und mach dich daran, Flecken und verblasste Stellen auf Stoßfänger und Co. verschwinden zu lassen.

Selbst bei Rostschäden musst du nicht unbedingt zur Werkstatt fahren.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

#3: Brandlöcher

Egal, ob du selbst rauchst oder gerne mal nikotinfreudige Beifahrer herumkutschierst: Das ein oder andere Brandloch kann da schon mal entstehen. Besorge dir ein Reparatur-Set und lass kleine Makel einfach verschwinden, um einen höheren Preis zu erzielen.

#4: Rost

Auch für diesen Punkt ist kein Werkstattbesuch von Nöten: Greife hier ebenfalls auf ein spezielles Reparatur-Set zurück, das du zum Beispiel im Teilehandel bekommst. 

Auch nach dem Verkauf hast du noch einige Pflichten, falls Schäden oder Mängel auftreten.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Deine Pflichten

Wenn du erfolgreich an der Optik gebastelt hast, solltest du vor dem Verkauf trotzdem einige Dinge beachten: In den nachfolgenden zwei Jahren haftest du so zum Beispiel für Sachmängel. Insbesondere in den ersten sechs Monaten wird angenommen, dass ein größerer Mangel schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestand –  danach musst du Beweise erbringen. 

Und auch wenn du privat an eine weitere Privatperson mit der vertraglichen Vereinbarung "verkauft unter Ausschluss jeglicher Haftung in Bezug auf Sachmängel" verkaufst, wird der Passus natürlich ungültig, wenn du Sachmängel absichtlich verschweigst. Sei also lieber ehrlich und schütze dich bereits im Voraus vor langwierigen und teuren Rechtsstreits!