Was geschah wirklich mit den Autos von "Pimp my Ride"?

Zu schön um wahr zu sein - die traurige Wahrheit über die Fernsehsendung

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Quelle: Pixabay

Wir alle träumten vom Rapper Xzibit. Er sollte an unsere Tür klopfen und uns anbieten, unser Auto aufzumotzen. Aber wie so vieles blieb auch das ein unerfüllter Traum - zumindest bei den meisten.

Im Jahr 2004 wurde die amerikanische Fernsehsendung "Pimp my Ride" zum ersten Mal auf MTV ausgestrahlt und vom Rapper moderiert. Erinnert ihr euch? In Windeseile wurden die alten und schrottreifen Autos einem Tuning unterzogen, denn Anfang des Jahrhunderts waren aufgemotzte Autos gefragter denn je.

Dennoch sahen die Dinge hinter den Kulissen der Kult-Show ganz anders aus...

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Zunächst einmal spielte sich eine Menge Drama hinter den Kulissen ab: Obwohl die Show in einem minimalistisch-gehaltenen Rahmen operierte, (1) brachen Autos innerhalb weniger Wochen zusammen, (2) ein Wettbewerber wurde aufgrund seines Gewichtes über Wochen hinweg gehänselt und (3) ein MTV-Mitarbeiter versuchte einen Autobesitzer davon zu überzeugen, sich von seiner Freundin zu trennen.

Anscheinend steckte mehr hinter "Pimp my Ride" als Xzibits Aussage: "Yo, dawg." Aber was blieb noch vor dem Publikum geheim? Ehemalige Kandidaten packen aus.

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Angeblich setzte die Sendung auf eine realistische Darstellung- ganz klar. Es ist sehr realistisch, ein Auto innerhalb eines kurzen Zeitraums zu tunen. Kandidaten gaben jetzt im Nachhinein an, dass der Zeitraum nichts anderes als eine große Lüge war. Während das Aufmotzen eines Autos in der Sendung nur einige Tage in Anspruch nahm, mussten die Teilnehmer teilweise bis zu sechs Monate auf ihr Auto warten - hinzu kamen Probleme bei den Rückerstattungskosten für die Mietfahrzeuge.

Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt. So...

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...behauptete Justin Dearinger aus Staffel 6, dass "sie tatsächlich wieder eine Menge Features aus dem Auto herausnahmen, nachdem sie dieses im Fernsehen gezeigt hatten" - wie in seinem Fall das "Pop-up Champagner-Gerät" sowie ein "Drive-in-Theater." Ersteres entfernten sie angeblich, weil die Sendung das Trinken im Auto nicht unterstützen wollte, wohingegen das Theater aufgrund von Sicherheitsmängeln ausgebaut wurde.

Demnach wurden viele Geräte nur eingebaut, um einen größtmöglichen Aufmerksamkeitseffekt zu erzielen - Werbung ist alles.

Welche skurrilen Dinge ereigneten sich noch während der Sendung?

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Viele Geräte funktionierten auch nicht einwandfrei und waren demnach unbrauchbar. Beispielsweise war ein Roboterarm, der in Seth Marinos Auto in der 6. Staffel eingebaut wurde, einfach nur ein Arm mit nutzlosen Drähten - denn dieser wurde außerhalb von einem Mann gesteuert, der hinter einem Bildschirm an seinem Laptop saß.

Auch waren die LED-Leuchten nutzlos, die in seinen Sitzen angebracht waren. Denn diese "wurden wirklich heiß, deswegen musste ich sie ausschalten, andernfalls hätten sich mich beim Fahren gestört." 

So erwiesen sich viele Extras als unbrauchbar, genau wie...

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...seine Zuckerwatte-Maschine. Jene wurde im Kofferraum angebracht, ohne dabei die Größe zu bedenken. So flogen am Ende die Zuckerwatte-Reste durch das Auto, weil nicht genügend Platz für die Kuppe der Maschine war. 

Neben der Mangelhaftigkeit der Geräte wurde auch wenig Augenmerk auf die Mechanik der Autos gelegt. Folglich fügten die Mechaniker den Autos enormes Gewicht hinzu, passten aber die Federung nicht an. Jedes Mal stieß Martinos Auto auf eine Bodenwelle, was zudem die Radkappen zerkratzte. Sein Auto konnte nur einen Monat in Betrieb genommen werden, danach musste er Geld sparen, um den Motor zu ersetzen.

Aber was machten die ehemaligen Teilnehmer mit ihren Schrottkarren?

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Jake Glazier hatte das Auto für ungefähr einen Monat und verkaufte es dann für 18.000 Dollar, hatte aber ursprünglich nur 500 Dollar dafür gezahlt.

Dahingegen trat Justin Dearinger einem Autoclub bei und investierte rund 20.000 Dollar seines eigenen Gehalts in das Auto. Noch heute wird er täglich von der Polizei aus dem Verkehr gezogen, weil dieses einfach zu viel Aufmerksamkeit erregt. Jedes Mal von Neuem muss er der Polizei erklären, was es mit der Show "Pimp my Ride" auf sich hat.

Martino blieb mit gemischten Gefühlen zurück, weil die ganze Situation letztendlich sehr frustrierend für ihn war - mittlerweile nimmt er es aber mit Humor.