Neue CO2-Steuer soll Tanken und Heizen teurer machen

Was steckt dahinter?

Man sieht Autos und es geht um eine Co2-Steuer

Die Sorge um das Klima wächst und zahlreiche Proteste und Demonstrationen zwingen die Politik, sich Gedanken um den Klimaschutz zu machen, um die Klimaziele einhalten zu können. In diesen Protestreihen wurde auch der Ruf nach einer CO2-Steuer immer lauter, was nun von der Bundesumweltministerin Svenja Schulze aufgegriffen wird. Nun stellte sie ihre Pläne vor, bei denen sie um eine schrittweise Einführung dieser Steuer wirbt, die vor allem das Heizen und den Verkehr betrifft. 

Was das in der Praxis bedeutet und wie die Wissenschaft dazu steht, erfahrt ihr hier!

Man sieht Autos und es geht um eine Co2-Steuer

Die Reaktionen auf die CO2-Steuer sind unterschiedlich. So befürchtet der Automobilclub von Deutschland (AvD) eine soziale Spaltung, bei der die Klein- und Durchschnittsverdiener stärker belastet werden. Für sie ist diese Maßnahme "umweltpolitischer Unfug und dient allein dem fiskalischen Abkassieren der Autofahrer", so der Automobilclub gegenüber dem Focus

Schulzes Plan nach sollen jedoch durch diese Steuer keine Mehreinnahmen für den Staat geschaffen werden. Stattdessen sollen die Einnahmen ab 2020 über eine sogenannte "Klimaprämie" an die zurückgegeben werden, die sich klimafreundlich verhalten. 

„Wir sprechen uns für eine CO2-Bepreisung auf fossile Energien wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel als Anreiz für klimafreundliches Verhalten aus", sagt hierzu der Chef der Verbraucherzentrale Klaus Müller gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Dieser hält die CO2-Steuer für eine sinnvolle Maßnahme, denn...

Man sieht eine Heizung und es geht um eine CO2-Steuer.

„Die Verbraucher wollen das“, stellt der Verbraucherschutz fest. "Deutschland wird seine Klimaziele ohne zusätzliche Maßnahmen deutlich verfehlen." Deshalb müsse die Politik jetzt handeln, denn die Kosten für die nächsten Generationen würden sonst viel größer sein. 

Die zusätzliche Steuer soll ab 2020 kommen und vor allem ein Aufschlag auf Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas sein. So könnte es in der Praxis aussehen, dass ein Sprit und Heizöl 10 Cent teurer werden. Bis 2030 soll dieser um insgesamt 50 Cent angehoben werden, sodass in etwa 10 Jahren ein Liter Diesel statt 1,30€ aktuell dann circa 1,80€ kostet. Gleichzeitig soll die Elektromobilität sowie die Wind- und Solarenergie gefördert werden.