Zehn Verkehrsregeln, die in den USA anders als hier sind

Damit es keine bösen Überraschungen gibt

In den USA sind manche Verkehrsregeln anders als in Deutschland
Quelle: IMAGO / Shotshop

Wer einmal seinen Führerschein hat, der hat es geschafft: In den meisten Ländern kann man so einen Wagen mieten und die Gegend auf eigene Faust erkunden. Zwar braucht man in manchen Ländern noch einen internationalen Führerschein, aber der ist mittlerweile im Wesentlich nur noch eine bürokratische Hürde.

Allerdings unterschätzen wir häufig, wie anders die Verkehrsregeln in anderen Ländern aussehen können, auch wenn uns das Land selbst so vertraut wie die USA vorkommen. Auf den nächsten Seiten findet ihr zehn Beispiele für solche Verkehrsregeln, die sich dort völlig anders gestalten.

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Den grünen Pfeil gibt es in den USA nicht
Quelle: IMAGO / ITAR-TASS

#1 Der grüne Pfeil an der roten Ampel

Wenn die Ampel rot ist, darf man nicht fahren – außer ein grüner Pfeil zeigt an, dass rechts abbiegen erlaubt ist. Diesen Pfeil gibt es in den USA nicht. Und zwar nicht, weil man dort nie an roten Ampeln rechts abbiegen darf, sondern eigentlich immer – außer es ist durch ein Schild verboten (was selten vorkommt).

Geschwindigkeitsbegrenzungen bedeuten in den USA etwas anderes als in Deutschland
Quelle: IMAGO / Addictive Stock

#2 Geschwindigkeitsbegrenzungen

Eigentlich ist unser System logisch: Es gibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung, und die darf nicht überschritten werden. Punkt. In den USA ist das vielerorts anders. Dort sind solche Begrenzungen empfohlene Begrenzungen, man soll aber nach eigenem Augenmaß verhältnismäßig und angemessen fahren. So kann es sein, dass man einen Strafzettel kassiert, obwohl man sich an die Begrenzung gehalten hat.

Das Parken unterliegt in den USA anderen Regeln
Quelle: IMAGO / Panthermedia

#3 Parken auf Hügeln

Gerade in Kalifornien sind die Straßen eher Hügellandschaften als gerade Fahrstrecken. Wer hier am Straßenrand parkt, muss die Reifen in Richtung des Fußweges drehen. So soll bei einem Versagen der Bremse verhindert werden, dass das Auto herunter rollt. Tut man das nicht, droht ein Knöllchen.

Die Vorfahrtsregeln in den USA sind nicht so wie in Deutschland
Quelle: IMAGO / Panthermedia

#4 Vorfahrtsregeln

Hierzulande werden die Vorfahrtsregeln durch Straßenschilder bestimmt – und gibt es keine, gilt rechts vor links. Letzteres ist in den USA nicht der Fall. Vorfahrt hat, wer zu erst kommt (außer Fußgänger, die haben immer Vorfahrt). Meist verständigen sich die Autofahrer dann auf der Kreuzung, wer zuerst fahren darf ... und das funktioniert erstaunlich gut.

In den USA darf man rechts überholen
Quelle: IMAGO / Frank Sorge

#5 Überholen

Ihr seid auf der Autobahn, plötzlich will euch jemand rechts überholen und ihr kriegt dabei die Krise? In den USA solltet ihr euch besser dran gewöhnen. Denn wenn es mehr als zwei Fahrbahnen gibt, ist rechts zu überholen immer erlaubt.

Wenn man in den USA Müll aus dem Auto wirft, kann es richtig teuer werden
Quelle: IMAGO / Panthermedia

#6 Müll auf der Straße

Manchmal würde man es sich auch in Deutschland wünschen: Wer in den USA Müll aus seinem Auto wirft, wird ordentlich zur Kasse gebeten. Zwischen 1.000 und 2.000 US-Dollar werden je nach Bundesstaat fällig. Und dazu zählen auch aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippen. Die Chance, erwischt zu werden, ist aufgrund der höheren Polizeipräsenz dort auch nicht gerade klein ...

Auch bei Stau sind manche Verkehrsregeln in den USA anders
Quelle: IMAGO / Levine-Roberts

#7 Spuren im Stau teilen

Jeder Autofahrer hat sicher schon einmal geflucht, wenn sich Motorradfahrer in Staus zwischen den Autos entlang schleichen. In dem Bundesstaat Kalifornien ist das Teilen einer Spur von Auto- und Motorradfahrer jedoch komplett erlaubt. Man darf nur nicht wesentlich schneller als die Autofahrer dabei unterwegs sein.

Auch Unfälle werden in den USA anders gemeldet
Quelle: IMAGO / Cover-Images

#8 Unfälle melden

Hier ist es üblich, dass bei einem Unfall die Polizei eingeschaltet wird, damit sich die Versicherungen anhand des Berichts einigen können. In den USA muss jeder Unfall allerdings dem Verkehrsamt gemeldet werden, wenn dabei ein Schaden von über 750 US-Dollar entsteht – und das gilt auch, wenn man beispielsweise seinen eigenen teuren Rasenmäher überfährt. Tut man das nicht, kann das neben Geldstrafen auch den Führerscheinentzug zur Folge haben.

Bei den Nummernschildern in den USA gibt es viel Raum für Kreativität
Quelle: IMAGO / Nature Picture Library

#9 Nummernschilder

Nummernschilder sind in den USA so eine Sache. Man ist viel freier in der Kennzeichen-Wahl, und kann auch Symbole wie Herzchen verwenden, während hier nur maximal zwei Buchstaben und vier Zahlen wählbar sind. Dafür muss man aber nicht wie in Deutschland (ohne Herzchen) ein mal einen Betrag hinlegen, sondern jedes Jahr bis zu 120 US-Dollar zahlen. 

Einen deutschen Führerschein kann man nur unter bestimmten Bedingungen in den USA verwenden
Quelle: IMAGO / Cord

#10 Die Sache mit dem Führerschein

In den USA wird der deutsche Führerschein akzeptiert und man benötigt nicht extra einen internationalen Führerschein. Wer aber länger als zehn Tage in den USA ist und selbst Auto fahren will, der muss die Fahrprüfung in dem jeweiligen Bundesstaat absolvieren und bestehen. Wer einen Mietwagen leiht, muss auch seine private KFZ-Versicherungen auf diesen übertragen und kann nicht einfach vor Ort eine abschließen.