Falschparkern mit App zu Leibe rücken

Bis zu 40€ sind dabei drin

Falschparkern mit App zu Leibe rücken

Auf eines können wir uns wohl einigen: Falschparker sind unglaublich nervig. Meist gibt es schon einen Sinn dahinter, wenn ein Halteverbot ausgesprochen wurde. Nun gibt es gleich zwei Apps auf dem Markt, die einem einen finanziellen Anreiz versprechen, falsch geparkte Autos zu melden und abschleppen zu lassen. Welche Apps das sind, wie sie funktionieren und ob es rechtliche Tücken dabei zu beachten gibt, erklären wir euch auf den nächsten Seiten.

Die Hintergründe lest ihr auf den nächsten Seiten.

Falschparkern mit App zu Leibe rücken

Um welche Apps geht es? 

In Deutschland gibt es im Wesentlichen bisher zwei Apps, mit denen man Falschparker melden kann und die dafür Geld versprechen: Par Collect und Wegeheld.

Hinter Par Collect steckt die Firma Euro Collect – ein Inkassounternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Monheim. Privatpersonen und Betreiber von Parkplätzen können sich und ihren Parkplatz hier kostenfrei registrieren und anschließend via der App Par Collect ein Foto des falsch geparkten Autos machen. Dafür gibt es von dem Unternehmen bis zu 40 Euro – für die letztlich der Parksünder aufkommt. Zahlt dieser nicht, kümmert sich Euro Collect – praktischerweise ja auch gleich Inkassounternehmen – um die Abmahnungen.

Eine weitere App stellen wir euch auf der nächsten Seite vor.

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Um welche Apps geht es? 

Die App Wegeheld setzt auf einen anderen Weg: Die falsch geparkten Autos werden ebenfalls vom Nutzer fotografiert und dann mit geschwärzten Kennzeichen auf der App-internen Karte sowie auf Twitter angezeigt. Außerdem kann der Parksünder auch gleich dem Ordnungsamt gemeldet werden – nach Angabe der eigenen Personalien. Diese App wird auch vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) unterstützt.

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wie es rechtlich um die Apps steht.

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Sind die Apps legal?

Rechtlich sind beide Apps einwandfrei. Durch die Schwärzung der Kennzeichen bei Wegeheld wird der Datenschutz gewahrt, und bei Par Collect werden sowieso keine Daten öffentlich geteilt. Allerdings müssen die Nutzer die Persönlichkeitsrechte der Parksünder wahren. Das heißt, Fotos der Innenräume der Autos etc. dürfen nicht geteilt werden.

Ob man sich als Amateur-Ordnungsamt allerdings in der Nachbarschaft beliebt macht, steht auf einem anderen Blatt.

Weiter geht es auf der nächsten Seite.

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Fahrer teurer Autos stehen öfter im Halteverbot

Interessant an den Daten, die durch die Apps gesammelt werden, ist vor allem, welche Auto-Typen häufiger im Halteverbot stehen: Die Liste der Parksünder wird von den Haltern teurer Marken angeführt – so ist Suzuki ganz oben mit dabei. Günstigere Fabrikate seien eher seltener gemeldet wurden – das sagen zumindest die 8.000 Meldungen, die über die App Wegeheld eingegangen sind.