Auto zu feucht? Diese Tricks helfen – und diese Fehler solltest du vermeiden

Beschlagene Fenster und ein muffiger Geruch im Auto? Wir verraten dir die häufigsten Fehler und mit welchen Tricks du dein Auto wieder trocken bekommst.

Eine beschlagene Autoscheibe behindert die Sicht.
Quelle: IMAGO / Wolfgang Maria Weber

Ein feuchtes Auto ist eine unangenehme Sache. Viele Autofahrer*innen bemerken Feuchtigkeit viel zu spät. Wenn erst einmal ein muffiger Geruch vorherrscht, die Scheiben beschlagen sind oder sich Schimmel bildet, hätten sie schon längst etwas unternehmen sollen. Zum Teil drohen langfristige Schäden an der Elektronik und den Polstern des Autos. Viele Autofahrer*innen reagieren auf das Problem durch Unwissenheit falsch. Dabei lässt sich ein feuchtes Auto relativ einfach vermeiden. Wir verraten dir fünf typische Fehler, die für schädliche Feuchtigkeit in deinem Auto sorgen und geben Tricks, wie du es besser machst.

Die Feuchtigkeit in der Kleidung sorgt für beschlagene Scheiben.
Quelle: IMAGO / ITAR-TASS

Fehler: Nasse Gegenstände im Auto lassen

Ein Fehler, der jedem und jeder einmal passiert, ist nasse Gegenstände im Auto zu vergessen. Eine nasse Jacke, eine schneebedeckte Mütze, ein klammer Schal, dreckige Schuhe vom Spaziergang, ein feuchter Regenschirm oder auch eine Sporttasche holen Feuchtigkeit ins Auto. Viele Autofahrer*innen unterschätzen, wie viel Wasser ein Regenschirm doch abgeben kann. Die in den Kleidungsstücken enthaltene Feuchtigkeit verdunstet langsam und kann nicht entweichen. Die Luftfeuchtigkeit steigt im Gegensatz zu vorher stark an und sammelt sich im Inneren des Fahrzeugs – besonders schnell bei niedrigen Temperaturen. Eine beschlagene Scheibe oder unangenehme Gerüche werden dadurch begünstigt.

Die nasse Decke des Hundes solltest du lieber nicht im Auto liegen lassen.
Quelle: IMAGO / imagebroker

Trick: Feuchtigkeitsquellen entfernen

Du warst im Regen unterwegs, hast deine nassen Schuhe gegen trockene gewechselt und diese zusammen mit dem Regenschirm im Auto vergessen? Leider nicht sinnvoll. Lass deine nassen Gegenstände erst gar nicht im Auto liegen. Nimm deine Jacke, deine Schuhe, deine Tasche, deinen Regenschirm und alles, was sonst noch nass geworden ist, direkt mit nach Hause. Dort lässt du alles gut trocknen. Falls du keine Möglichkeit hast, die Sachen direkt zu trocknen, nutze deinen Kofferraum oder lege die Sachen in eine Plastiktüte, die du dann auf jeden Fall mit aus dem Auto nehmen solltest. Nutzt du den Kofferraum zur Lagerung nasser Kleidung, solltest du ihn anschließend gut lüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Gummimatten sind außerdem praktisch, damit sich die Feuchtigkeit von deinen Schuhen nicht im Fußraum niederlassen kann.

Starke Gerüche entstehen durch Feuchtigkeit im Auto.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Fehler: Falsches Lüften

Viele Autofahrer*innen lüften ihr Auto nur kurz, wenn sie einsteigen. Besonders im Winter bleibt das Fahrzeug bei Schnee und Eisglätte gerne einmal länger stehen. Die feuchte Luft aus Bekleidung, Schuhen und Atem kann nicht entweichen und schlägt sich im Innenraum nieder. Besonders schlimm ist es, wenn Autofahrer*innen nur die Lüftung auf Umluft und nicht auf Frischluft einstellen. So kann die Feuchtigkeit gar nicht entweichen und verbleibt im Innenraum. Das führt dauerhaft zu beschlagenen Scheiben und einem erhöhten Schimmelrisiko, insbesondere bei Fußmatten und Polstern. Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie falsch lüften.

Die Fehler im Auto können sogar wirklich gefährlich sein!

Bei beschlagenen Scheiben und schlechten Gerüchen hilft lüften.
Quelle: IMAGO / Sabine Gudath

Trick: Regelmäßig richtig lüften

Bewusstes Lüften bringt dem Innenraum deines Autos sehr viel. Wichtig ist es, gezielt und regelmäßig zu lüften, damit die feuchte Luft nach außen weichen kann. Nach jeder Fahrt, egal wie kurz oder lang sie war, öffnest du einmal alle Türen und Fenster, damit die feuchte Luft entweichen kann. Nutze während der Fahrt die Frischluft anstatt die Umluft, besonders wenn es regnet oder schneit. Auch das Benutzen der Klimaanlage kann helfen (ja, sogar im Winter), da sie der Luft Feuchtigkeit entzieht. Mit all diesen Vorsichtsmaßnahmen bleibt der Innenraum trocken und deine Scheibe beschlägt nicht mehr.

Durch Risse in der Scheibe dringt Feuchtigkeit ins Wasser.
Quelle: IMAGO / Zoonar

Fehler: Undichte Stellen

Viele Autofahrer*innen ignorieren kleine Undichtigkeiten. Das ist ein großer Fehler, der viele Probleme mit sich bringen kann. Eine defekte Türdichtung, ein verstopfter Ablauf am Schiebedach oder auch feine Risse in der Scheibe sorgen dafür, dass Wasser unbemerkt in dein Auto einlaufen kann. Die so ins Auto eindringende Feuchtigkeit sammelt sich im Polster und unter Fußmatten, wo sie lange unbemerkt bleibt. Du merkst lediglich, dass dein Auto rostet, einen unangenehmen Geruch annimmt oder eine kleine Stelle Schimmel zu sehen ist. Viele Autofahrer*innen erkennen das Problem tatsächlich erst, wenn bereits größere Schäden entstanden sind.

Auch kleine Risse solltest du direkt reparieren lassen.
Quelle: IMAGO / Zoonar

Trick: Dichtungen, Fenster und Abläufe regelmäßig überprüfen

Um undichte Stellen am Auto vorzubeugen, solltest du regelmäßig dein Auto kontrollieren. Überprüfe die Tür- und Kofferraumdichtungen auf poröse Stellen oder bereits entstandene Risse. Reinige die Wasserabläufe im Bereich der Windschutzscheibe oder deines Schiebedachs, damit sich dort kein Wasser ansammeln kann. Sollte es einmal stark regnen, lohnt sich ein Blick in die Fußräume. Hat sich hier Wasser gebildet? Falls ja, ist etwas am Auto undicht und du solltest auf Fehlersuche gehen. So verhinderst du, dass ständig neue Feuchtigkeit ins Auto eindringt und langfristig Schäden verursachen kann.

Katzenstreu soll angeblich gegen beschlagene Autoscheiben helfen.
Quelle: IMAGO / YAY Images

Fehler: Auf Hausmittel ohne Wirkung setzen

Viele Autofahrer*innen setzen bei beschlagenen Scheiben auf Hausmittel, wie sie im Internet oder im Bekanntenkreis immer wieder empfohlen werden. So soll etwa Zeitungspapier oder Katzenstreu in einer offenen Schale die Feuchtigkeit aufsaugen. Tatsächlich wirken die Methoden aber nur kurzfristig oder sehr gering. Zudem sehen sie nicht schön aus, können sich im Falle des Katzenstreues im gesamten Auto verteilen und Staub verursachen. Wer auf Hausmittel setzt, übersieht im schlimmsten Fall das eigentliche Problem und wundert sich über ein muffiges Auto. So geht wertvolle Zeit verloren, die dich kurzzeitig in falscher Sicherheit wiegen lässt.

Mit einem Entfeuchter ist dieser Anblick im Auto Geschichte.
Quelle: IMAGO / Dreamstime

Trick: Effektive Luftentfeuchter fürs Auto verwenden

Um das Problem der Feuchtigkeit im Auto in den Griff zu bekommen, solltest du auf spezielle Auto-Luftentfeuchter setzen. Sie wurden spezifisch für beschlagene Scheiben entwickelt und sind gefüllt mir einem Granulat- oder Silikagel. Diese Auto-Luftentfeuchter sind wiederverwendbar, günstig und wurden extra für den Innenraum von Autos entwickelt. Sie entziehen der Luft die Feuchtigkeit und reduzieren beschlagene Scheiben. Platziere sie im Fußraum, auf der Rückbank oder direkt mit einem Klettverschluss unter der Scheibe deines Autos, aber so, dass die Lüftung nicht verschlossen wird. Die richtige Anbringungsweise erklärt dir der jeweilige Hersteller. Lüftest du nun auch noch regelmäßig dein Auto, wirst du bald keine Schwierigkeiten mehr haben.

Verschüttete Getränke können tief ins Polster einziehen.
Quelle: IMAGO / Westend61

Fehler: Feuchte Polster

Oh nein, jetzt ist dir dein Getränk über den Mitfahrersitz ausgelaufen. Vielleicht hast du aber auch letztens erst deinen komplett nassen Kollegen an der Bushaltestelle stehen sehen und ihn netterweise nach Hause gefahren. So oder so: Die Feuchtigkeit ist in dein Polster eingedrungen. Meistens trocknen die Polster nur oberflächlich, aber die Nässe bleibt tief im Material bestehen. Dieser Umstand führt zu Schimmelbildung oder einem unangenehmen Geruch. Besonders im Herbst und Winter passiert es leicht, dass das Polster nass wird – und kaum von selbst trocknet.

Diese Verkehrsverstöße sind wirklich zu absurd, um wahr zu sein!

Die Heizung und Klimaanlage deines Autos helfen dir, Polster zu trocknen.
Quelle: IMAGO / imagebroker

Trick: Innenraum aktiv trocknen

Ist dein Polster nass geworden, solltest du nicht einfach nur ein Tuch darauf drücken und es so belassen. Wichtig ist es, die Feuchtigkeit aus dem Polster zu holen und es aktiv zu trocknen. Dafür drehst du deine Auto-Heizung und Klimaanlage gleichzeitig auf, um trockene, warme Luft zu erzeugen. Entferne die Fußmatten und herausnehmbaren Polster, um sie separat trocknen zu lassen. Hast du das Gefühl, die Nässe nicht richtig entfernen zu können, setze auf einen Heizlüfter oder auf eine professionelle Innenraumtrocknung. Je schneller und gründlicher du bist, desto geringer ist dein Risiko für Schimmel und andere Schäden am Auto.

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