ADAC Pannenstatistik: Welche Auto-Modelle sind unzuverlässig?

Wir stellen dir die zehn unzuverlässige Automarken und Modelle vor, die in der Pannenstatistik vom ADAC besonders häufig vorkamen!

Wer eine Panne hat, sollte sich und sein Auto gut sichtbar machen.
Quelle: IMAGO / imagebroker

Eine Autopanne kommt immer ungelegen – ob auf dem Weg zur Arbeit, im Urlaub oder mitten in der Stadt. Neben den Kosten und dem organisatorischen Aufwand bedeutet sie vor allem Stress und Zeitverlust. Zum Glück gibt es mit dem ADAC einen zuverlässigen Helfer, der jährlich Millionen von Einsätzen bewältigt und dabei wertvolle Daten sammelt. Aus den Einsätzen des Jahres 2024 hat der ADAC seine Pannenstatistik 2025 erstellt, die zeigt, welche Fahrzeugmodelle besonders häufig liegen geblieben sind. Diese Auswertung liefert interessante Einblicke in die Zuverlässigkeit verschiedener Hersteller und Modelle. Auf Basis dieser Daten präsentieren wir dir hier die unzuverlässigsten Autos und verraten, bei welchen Modellen du besonders vorsichtig sein solltest.

Der Renault Master ist das erste Auto auf unserer Liste.
Quelle: IMAGO / Dreamstime

#10 Renault Master

Der Renault Master ist dank seiner großen Ladefläche perfekt für Umzüge oder andere große Transporte. Wenn du vorhast, dir einen solchen Wagen zu kaufen oder für ein Vorhaben zu leihen, solltest du jedoch genau auf das Jahr der Erstzulassung schauen. Der Renault Master mit dem Erstzulassungsjahr 2020 gehört nämlich zu den Wagen, die vom ADAC besonders häufig abgeschleppt werden mussten. Pro 1.000 zugelassener Fahrzeuge in diesem Jahr wurden hier laut Pannenstatistik 2025 etwa 35,3 Pannen gezählt.

Auch der Ford Kuga ist leider nicht ganz zuverlässig.
Quelle: IMAGO / Sebastian Geisler
Für mit gekennzeichnete Links auf dieser Seite erhalten wir ggf. eine Provision vom Händler.

#9 Ford Kuga

Der Ford Kuga ist ein SUV, der auf den ersten Blick wie ein solides Fahrzeug mit Platz für die ganze Familie wirkt. Schon seit 2007 kommen regelmäßig neue Kuga-Modelle auf den Markt, wobei leider nicht alle Modelle so richtig zuverlässig sind. Gerade der Ford Kuga mit einer Erstzulassung im Jahr 2021 ist in der ADAC-Pannenstatistik negativ aufgefallen. Pro tausend zugelassener Fahrzeuge wurden hier 35,9 Pannen gezählt. Zwar schneiden die Modelle aus den anderen Jahren etwas besser ab, trotzdem sollte diese Tatsache bei der Kaufentscheidung beachtet werden.

Der Renault Scénic weist ebenfalls keine gute Pannenstatistik auf.
Quelle: IMAGO / Depositphotos

#8 Renault Scénic

Auch der Renault Scénic ist in der Pannenstatistik mit 36,5 Pannen eher negativ aufgefallen. Betroffen sind hier vorwiegend die Modelle, die 2019 zugelassen wurden. Das erste Fahrzeug dieser Familie kam bereits 1996 auf den Markt und wurde seitdem immer weiter modernisiert. Von den Pannen besonders betroffen ist die vierte Generation, die auch die letzte ist. Seit 2023 wird dieser Kompaktvan nämlich nicht mehr produziert. Ob die schlechte Statistik der Grund dafür ist oder einfach die Tatsache, dass Renault sich neueren Modellen widmen möchte, bleibt unklar.

Die Marke Toyota kommt an dieser Stelle zum ersten, aber leider nicht zum letzten Mal vor.
Quelle: IMAGO / Depositphotos

#7 Toyota Yaris Cross

Der Toyota Yaris Cross ist ein stylisher SUV-Hybrid, den du mit vielen nützlichen Funktionen ausstatten kannst. Der Hersteller selbst spricht von einem Modell, das für selbstbewusstes und sicheres Fahren in der Stadt und auf der Autobahn steht. Wie selbstbewusst die Fahrer*innen jedoch noch wirken, wenn sie mit einer Panne am Straßenrand stehen, ist fraglich. Bei diesem Fahrzeug kommt das jedoch leider gar nicht so selten vor. Immerhin sprechen wir hier von 40 Pannen pro tausend zugelassener Fahrzeuge aus dem Jahr 2022.

Der Opel Insignia steht auf Platz sechs unseres Rankings.
Quelle: IMAGO / Pond5 Images

#6 Opel Insignia

Der Opel Insignia gehört zu den Mittelklasse-PKW und ist seit 2008 auf den Straßen zu sehen. Insgesamt gab es zu diesem Modell zwei Baureihen, wobei ausgerechnet die Fahrzeuge der ersten Baureihe in ihren letzten Zügen negativ auffielen. So zählte der Opel Insignia A mit der Erstzulassung 2016 insgesamt 40,9 Pannen pro tausend Fahrzeuge. Ab 2017 kam dann der Opel Insignia B auf den Markt, der im Jahr 2024 deutlich weniger Pannen erlitten hat.

Mit hoher Geschwindigkeit steuern wir auf unsere Top-Drei zu …

Die Mitte unseres Rankings wird wieder von einem Toyota besetzt.
Quelle: IMAGO / Pond5 Images

#5 Toyota RAV

Die Toyota RAV Familie bekommt im Jahr 2026 mit der sechsten Generation neuen Zuwachs. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass das Fahrzeug schon seit 1994 produziert wird und seitdem immer wieder neue Nachfolger bekommen hat. Für unsere Pannenstatistik müssen wir uns mit der fünften Generation auseinandersetzen, die ein paar Fehler zu haben scheint. Fahrzeuge, die ihre Erstzulassung im Jahr 2020 haben, wurden nämlich mit insgesamt 45,2 Pannen registriert. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Fehlerquelle identifiziert und in der neuen Generation beseitigt wird.

Amazon Product Bild
Kärcher Elektrischer Eiskratzer – entfernt auch dicke Eisschichten Mühelos mit einer Bewegung
57,99€ 56,18€
Zu Amazon
Der Fiat Ducato fährt leider auch nicht immer so, wie er sollte.
Quelle: IMAGO / Jochen Eckel

#4 Fiat Ducato

Der Fiat Ducato zählt zu den Kleintransportern und ist unter anderem auch in einer Camping-Variante verfügbar. Schon seit 1982 ist er von den Straßen nicht mehr wegzudenken, gerade weil er von vielen Firmen eingesetzt wird, um Transporte vorzunehmen. Wenn du für deinen Umzug oder einen anderen Transport einen Fiat Ducato haben möchtest, solltest du darauf achten, dass er nicht im Jahr 2015 zugelassen wurde. 45,6 von tausend Fahrzeugen aus dieser Zeit waren nämlich aufgrund einer Panne auf den Abschleppdienst angewiesen.

Unsere Top Drei startet mit dem Ford S-Max.
Quelle: IMAGO / Dreamstime

#3 Ford S-Max

Siebzehn Jahre lang war der S-Max mit seinen zwei Generationen ein fester Bestandteil der Marke Ford, bis die Produktion 2023 letztlich eingestellt wurde. Besonders an diesem Fahrzeug war, dass es trotz der Geräumigkeit , die viel Platz für große Einkäufe und anderes Gepäck bot, eine Sportlichkeit mit sich brachte, die Fahrer*innen normalerweise von Limousinen gewohnt waren. Die Pannenstatistik vom ADAC hebt jedoch vor allem die Modelle, die 2016 ihre Erstzulassung bekommen haben, hervor. Von tausend Fahrzeugen hatten im Jahr 2024 47,8 eine Panne.

Auf Platz Zwei steht der Toyota Yaris.
Quelle: IMAGO / imagebroker

#2 Toyota Yaris

Der Toyota Yaris befindet sich aktuell in der vierten Generation. Der Kleinwagen bringt jedoch ebenfalls seine Makel mit sich, vor allem die Fahrzeuge, die 2021 das erste Mal zugelassen wurden. Ganze 48,2 von tausend Fahrzeugen sind hier in der Pannenstatistik gelistet. Allerdings gibt es Hoffnung: Der Hersteller hat zugegeben, dass Probleme mit der 12-Volt-Batterie hauptverantwortlich waren und will hier in Zukunft nachbessern.

Der Toyota C-HR hatte in der Statistik die meisten Pannen.
Quelle: IMAGO / Depositphotos

#1 Toyota C-HR

Das Problem mit der Starterbatterie liegt auch beim Toyota C-HR vor. Der ADAC hat bei den Modellen mit einer Erstzulassung im Jahr 2020 sogar ganze 63,1 Pannen festgestellt. Im Vergleich zu den anderen Plätzen ist das ein sehr deutlicher Vorsprung in der Negativ-Liste. Auch hier setzt Toyota auf hochwertige Ersatzbatterien, um das Problem bei künftigen Generationen in den Griff zu bekommen.

Bleiben Elektroautos seltener liegen, als Verbrenner?
Quelle: IMAGO / Sven Simon

Der große Antriebs-Check: E-Auto gegen Verbrenner

Eine Frage, die viele Autofahrer*innen natürlich brennend interessiert: Sind Elektroautos eigentlich pannenanfälliger als die gewohnten Benziner oder Diesel? Dank der ADAC Pannenstatistik 2025 haben wir nun endlich eine fundierte Antwort. Die Daten zeigen überraschend deutlich, dass junge Elektroautos seltener liegen bleiben. Während Verbrenner aus den Jahren 2020 bis 2022 auf rund 9,4 Pannen kommen, liegt dieser Wert bei den Stromern bei nur 3,8. Wer also Angst hatte, mit neuer Technik öfter am Straßenrand zu stehen, kann aufatmen: In Sachen Zuverlässigkeit haben die E-Autos aktuell die Nase vorn.

Es gibt einen Grund, wieso die 12-Volt-Starterbatterie für viele Pannen verantwortlich ist.
Quelle: IMAGO / Westend61

Wie passieren Pannen mit dem Elektroauto?

Obwohl Elektroautos modernste Hochvolt-Systeme an Bord haben, scheitern sie oft an einer ganz banalen Komponente: der kleinen 12-Volt-Starterbatterie. Sie ist für fast 50 % aller Pannen bei E-Autos verantwortlich. Das liegt unter anderem daran, dass viele Besitzer*innen ihre Fahrzeuge ständig per App „aufwecken“, um den Ladestand zu prüfen. Jeder dieser Abrufe belastet die kleine Batterie. Auch wenn der Elektromotor selbst extrem zuverlässig ist, bleibt das Bordnetz erstmal das Sorgenkind der gesamten Branche.

Kann die Statistik dir helfen, deinen Gebrauchtwagen auszusuchen?
Quelle: IMAGO / Sven Simon

Tipps für den Gebrauchtwagenkauf: So bleibst du mobil

Selbst wenn ein Modell in der Statistik gut abschneidet, ist das keine Garantie für das einzelne Fahrzeug. Mit steigendem Alter hängt die Zuverlässigkeit immer stärker davon ab, wie Vorbesitzer*innen den Wagen gepflegt hat. Expert*innen raten daher: Informiere dich vor dem Kauf in der ADAC Autodatenbank über typische Schwachstellen deines Wunschmodells. Ein professioneller Gebrauchtwagen-Check in einer Werkstatt kann dich vor teuren Folgeschäden bewahren. Achte zudem immer auf ein lückenloses Serviceheft, denn regelmäßige Wartung ist der beste Schutz gegen eine ungeplante Zwangspause.

Man sollte das regelmäßige Warten seines Fahrzeugs nicht unterschätzen.
Quelle: IMAGO / Herrmann Agenturfotografie

Wartung und Kosten: Vorsorge ist günstiger als Abschleppen

Ein oft unterschätzter Punkt ist der Einfluss der regelmäßigen Wartung. Eine schwächelnde Batterie kündigt sich oft an, doch viele Fahrer*innen ignorieren die Warnsignale, bis gar nichts mehr geht. Ein einfacher Batterietest in der Werkstatt kostet meist nur ein paar Euro oder ist Teil des Winterchecks, ein Abschleppvorgang oder eine neue Lichtmaschine hingegen kosten schnell hunderte Euro. 

Was lässt sich aus der Pannenstatistik 2025 festhalten?
Quelle: IMAGO / Action Pictures

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Pannenstatistik 2025 ist ein Weckruf für Verbrenner-Fans und ein Ritterschlag für die Elektromobilität. Wenn du aktuell einen Gebrauchtwagen suchst, solltest du vor allem bei den Jahrgängen 2020 bis 2022 von Toyota (C-HR, Yaris, RAV4) extrem vorsichtig sein, da hier die Batterie-Problematik statistisch fast schon garantiert ist. Die Zahlen belegen eindeutig, dass weniger Bauteile zu weniger Pannen führen – E-Autos gewinnen diesen Vergleich haushoch. Für dich als Fahrer*in heißt das konkret: Vernachlässige niemals die 12-Volt-Batterie, egal wie modern dein Auto ist. Sie ist für fast die Hälfte aller Einsätze verantwortlich und bleibt das Bauteil, das über Pünktlichkeit oder Verspätung entscheidet.

Pinterest Pin Pannenstatistik vom ADAC 2025: