Wie komme ich mit meinem Auto durch den Winter? 10 praktische Tipps

Im Winter stellen sich viele Autofahrer die Frage, wie sie mit ihrem Auto sicher durch die kalte Jahreszeit kommen. Wir haben 10 praktische Tipps für euch!

Im Winter sind, wie hier angezeigt, vereiste Straßen möglich, was das Autofahren erschwert
Quelle: imago images / Rene Traut

Nun, da der eisige Wind der kalten Jahreszeit schon über die Straßen bläst, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis uns auch Frost, Eis und Schnee wieder überraschen. Gerade für Autofahrer steigt dann die Unfallgefahr. Zusätzlich darf man morgens Extra-Zeit zum Kratzen einberechnen und bringt sich selbst um seinen kostbaren Schlaf … na danke auch! Doch so weit muss es gar nicht erst kommen: Damit du für alle Eventualitäten des Winterwetters gerüstet bist und ebenso entspannt wie sicher durch die kalten Monate kommst, haben wir in unserer Galerie 10 praktische Tipps gesammelt, die du als Autofahrer im Winter unbedingt kennen solltest!

Ein Auto im Winter mit gefrorenen Scheiben
Quelle: imago images / Waldmüller

#1: Vorsicht vor dem Warmlaufen lassen

Viele Autofahrer lassen den Motor schon vor der eigentlich Fahrt warmlaufen, doch davon ist gleich aus zwei Gründen abzuraten: Erstens schadest du damit der Umwelt und zweitens tut das Warmlaufen auch deinem Wagen nicht gut. Der Motor kommt im Leerlauf nämlich viel langsamer auf Temperatur, weshalb er mehr verbraucht und auch schneller verschleißt. Daher lieber langsam losfahren und Wagen und Motor so schonend warmwerden lassen. Vor dem Start kannst du auch schon mal die Heizung im Auto einschalten. 

Der nächste Tipp bezieht sich auf das verhasste Eiskratzen

Ein Autofahrer kratzt im Winter das Eis von seiner Scheibe
Quelle: imago images / Rene Traut

#2: Scheiben freihalten, ohne sie zu beschädigen

Wer kratzt morgens schon gerne Eis? Richtig, so ziemlich keiner! Das solltest du dir in Zukunft jedoch nicht nur aus Gründen der Bequemlichkeit sparen: Eiskratzen kann die Scheiben beschädigen, da Staub über das Glas schaben und Kratzer auslösen kann. Daher lieber die Scheibe vorausschauend abdecken, wenn du dein Auto abends parkst oder aber morgens gleich zum Enteisungsspray greifen – geht schneller und schützt deine Scheiben!

Der nächste wichtige Tipp betrifft deine Sicherheit auf der Straße:

Schalter im Auto, der den im Winter essentiellen Nebelscheinwerfer betätigt
Quelle: imago images / Panthermedia

#3: Die Nebelschlussleuchte richtig einsetzen

In der kalten Jahreszeit kommt bei uns die Nebelschlussleuchte besonders häufig zum Einsatz – so können wir auch bei diesigem Morgennebel oder starkem Schneefall klare Sicht bewahren. Damit du jedoch niemanden blendest und keine Unfälle riskierst, gibt es ein paar Dinge zu beachten: So darfst du sie erst einschalten, wenn die Sichtweite bei unter 50 Metern liegt. Früher genutzt werden darf der Nebelscheinwerfer. Sobald die Sicht besser wird, solltest du beides dann aber sofort ausschalten, um andere Fahrer nicht zu beeinträchtigen. 

Ein Autofahrer fährt im Winter auf schneebedeckter Straße
Quelle: imago images / Westend61

#4: Dichtungen, Gummis und Schlösser pflegen

Gummis und Schlösser frieren im Winter gerne mit ein, was das Öffnen der Türen erschweren kann. Diese solltest du jedoch nie mit Gewalt öffnen, da du ansonsten dem Material schadest. Lieber in einen Pflegestift investieren, der die Gummis und Dichtungen vor dem Frost schützt und zusätzlich pflegt. Auch ein Türschlossenteiser sollte auf deiner Wunschliste stehen, wenn du keinen Funkschlüssel besitzt.

Kommen wir nun zum nächsten Tipp, der in der kalten Jahreszeit Gold wert ist: 

Ein Auto steht auf glatter Straße
Quelle: imago images / blickwinkel

#5: Auf glatten Straßen sicher fahren

Der ADAC rät Autofahrern, auf glatten Straßen besonders behutsam mit dem Gaspedal umzugehen und ruckartige Lenkbewegungen zu vermeiden. Kommt dein Auto doch ins Schleudern, solltest du auskuppeln und behutsam gegenlenken. Wenn dein Auto gar nicht mehr reagiert, musst du eine Vollbremsung machen.

Streusalz kann die Bremsscheiben abschleifen
Quelle: imago images / Arnulf Hettrich

# 6 Prüfen, ob Streusalz liegt

Außerdem sollte man prüfen, ob auf der Strecke Streusalz liegt, denn das Salz kann dafür sorgen, dass der erste Tritt aufs Bremspedal wirkungslos ist, da das Salz zuerst die Bremsscheiben abschleift. Daher sollte man häufiger und dafür leicht bremsen.

Der nächste Tipp ist besonders wichtig, um sich und andere - auch in den kalten Wintermonaten - im Straßenverkehr zu schützen.

Das Halten von Abstand ist im Winter sehr wichtig
Quelle: imago images / Future Image

# 7 Abstand halten

Insbesondere im Winter, wenn die Straßen oftmals glatt sind, ist das Halten des Abstandes zum Auto vor einem sehr wichtig, da sich der Bremsweg deutlich verlängert. Des Weiteren sollten Halter eines Autos ohne ABS darauf achten, niemals zugleich zu lenken und zu bremsen, da dadurch die Lenkwirkung verloren geht.

Das Frostschutzmittel sollte regelmäßig geprüft werden
Quelle: imago images / Panthermedia

# 8 Frostschutzmittel prüfen

Das Frostschutzmittel sollte regelmäßig gecheckt werden, denn das Wasser im Kühler kann ansonsten gefrieren und dieser ist dann schnell dahin. Außerdem sollte man die Scheibenwaschanlage prüfen. Auch hier kriegt man schnell Probleme, wenn man das Frostschutzmittel nicht prüft, da das Wasser sonst gefrieren kann und auf der Scheibe vereist.

Der nächste Tipp ist auch sehr wichtig, obwohl viele Autofahrer daran nicht denken.

Die Scheinwerfer sollten regelmäßig geputzt werden
Quelle: imago images / Rene Traut

# 9 Scheinwerfer putzen

Wenn man die Scheinwerfer nicht regelmäßig putzt, können Schlamm und Matsch deren Leuchtkraft verringern. Und vor allem an verschneiten und nebligen Wintertagen, ist es besonders wichtig, dass die Scheinwerfer eines Autos ihre Wirkung nicht verfehlen.

Das Aufziehen von Winter- oder Ganzjahresreifen ist jedes Jahr im Winter Pflicht.
Quelle: imago images / Kirchner-Media

# 10 Winter- oder Ganzjahresreifen aufziehen

Das Aufziehen von Winter- oder Ganzjahresreifen ist jedes Jahr im Winter Pflicht. Wer es versäumt, riskiert 40 Euro Strafe und einen Punkt in Flensburg, denn wer im Winter ohne entsprechende Reifen fährt, hat deutlich weniger Haftung und die Fahrt kann schnell zu einer Rutschpartie werden. Darüber hinaus zahlt keine Versicherung, wenn man ohne Winterreifen in einen Unfall verwickelt ist.

Fährst du gar kein "normales" Auto? Dann solltest du diese Tipps beachten:

Im Winter sollte man sein Elektroauto besser in eine Garage oder Tiefgarage stellen, damit es nicht so auskühlt
Quelle: IMAGO / Jochen Tack

Wie komme ich mit meinem Elektroauto durch den Winter?

Die meisten Menschen fahren noch einen Diesel oder Benziner, doch wie sieht es bei Autofahrern aus, die bereits auf ein Elektroauto umgestiegen sind? Hier herrschen nochmal ganz andere Regeln, die man im Winter beachten sollte. Denn bei kalten Temperaturen wird die Reichweite von E-Autos stark minimiert. Laut der Studie des US-Automobil-Clubs „AAA“ fällt sie sogar auf 41 Prozent. Das liegt vor allem an dem Akku und der elektrischen Heizung.

Was du beachten solltest, siehst du im Folgenden:

#1 Auto in die Garage stellen

Die Voraussetzung ist hier natürlich, dass man einen Garagenplatz hat, doch wenn du ein E-Auto fährst, solltest du mal darüber nachdenken. Noch besser sind Tiefgaragen. Denn wenn dein Auto in der Nacht geschützt steht, wird es nicht so ausgekühlt wie im Freien. In Garagen ist es meist bis zu fünf Grad wärmer als draußen. Wie beim Smartphone wirkt sich das positiv auf die Akkukapazität aus. Noch ein Vorteil: Viele Tiefgaragen haben inzwischen Möglichkeiten zum Laden.

Im Winter kann man vorheizen, wenn man noch an der Ladestation angesteckt ist, damit keine Batterie flöten geht
Quelle: IMAGO / MiS

#2 Vorheizen

Im Winter kannst du das Auto auch gut vorheizen, wenn es noch am Stromnetz hängt. Dann wird keine Batterie verbraucht und dein Auto fährt länger. Bei den meisten Elektroautos muss man dies allerdings im Vorfeld in den Fahrzeugeinstellungen oder per App einstellen.

Weiter mit dem nächsten Tipp!

Es ist sinnvoll die Akkuladung an einen bestimmten Zeitpunkt zu koppeln, damit die Laufzeit erweitert wird
Quelle: IMAGO / Joerg Boethling

#3 Akkuladung an Zeitpunkt koppeln

Bei den meisten E-Autos kann man einstellen, wann die Akkuladung abgeschlossen sein soll, indem man den geplanten Abfahrtszeitpunkt eingibt. Dies führt dazu, dass der Akku durch die Ladung kurz vor dem Losfahren noch ein wenig vorgewärmt ist, was die Laufzeit erweitern kann. Du hast also bei Abfahrt nicht nur einen vollen Akku, sondern noch ein bisschen mehr Energie dazu.

Im E-Auto sollte man darauf achten, dass man sinnvoll heizt, wenn Winter ist
Quelle: IMAGO / Eibner

#4 Sinnvoll heizen

Es macht durchaus Sinn die Innenraumheizung nicht auf das Maximum zu stellen, sondern eher Sitzheizung, Lenkradheizung oder die Windschutzscheibenheizung anzumachen. Denn diese arbeiten effizienter als die normale Luftheizung. So heizt man nur Plätze, die auch besetzt sind und spart Energie.

Im Winter und bei kalten Temperaturen ist es wichtig, dass man kurze Fahrten vermeidet
Quelle: IMAGO / Sebastian Geisler

#5 Kurze Fahrten vermeiden

Bei kalten Temperaturen sollte man kurze Fahrten mit langen Standzeiten vermeiden. So kühlt der Wagen und die Batterie immer wieder runter und "verschwendet" dann erneut enorm Energie, um alles wieder aufzuheizen.

Das waren unsere 15 cleveren und sicheren Tricks für einen entspannten Winter. Egal also, ob du auf heimischen Straßen oder im Winterurlaub unterwegs bist: Mit etwas Voraussicht und den passenden Tipps kann so gut wie nichts schiefgehen! 

Kanntest du eigentlich schon diesen Trick? Wenn du morgens vereiste Scheiben hast, hilft das sehr!