Wie viel Geld musst du bei einem TÜV wirklich einplanen?
Viele sind sich nicht sicher, wie viel er kostet und erleben dann ihr blaues Wunder. So viel Geld musst du beim TÜV wirklich einplanen:
Alle zwei Jahre steht die Hauptuntersuchung (HU) beim TÜV an. Vielen graut es davor und sie vergessen regelmäßig, die Termine wahrzunehmen. Beim TÜV kann es natürlich zu hohen Kosten kommen - vor allem, wenn der Wagen nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entspricht. Doch letztendlich geht es auch um unsere Sicherheit beim Autofahren, also sollten wir solche Termine ernst nehmen. Aber wie viel kostet das eigentlich und was solltest du an Geld einplanen?
Da die Kosten gefühlt jedes Jahr steigen und immer mehr Mängel in den Katalog aufgenommen werden, informieren wir dich auf den nächsten Seiten, mit welchen aktuellen Kosten du rechnen musst.
HU und AU getrennt machen: So sparen Autofahrer*innen legal beim TÜV-Termin
Haupt- und Abgasuntersuchung sind für Autofahrer*innen spürbar teurer geworden: Laut ADAC lag der bundesweite Durchschnittspreis 2020 noch bei rund 112 Euro, 2026 sind es etwa 163 Euro. Wer vergleichen will, kann aber legal sparen.
Der Trick: Die Abgasuntersuchung muss nicht zwingend zusammen mit der Hauptuntersuchung erledigt werden. Autofahrer*innen können die AU vorher in einer Werkstatt oder bei einer Überwachungsorganisation wie GTÜ oder KÜS machen lassen. Zur HU reicht anschließend der Nachweis über die bestandene AU.
Ein Beispiel aus Bayern zeigt das Sparpotenzial: Beim TÜV Süd kostet die reine HU für Pkw bis 3,5 Tonnen 63,30 Euro. Zusammen mit AU werden 163 Euro fällig. Die KÜS verlangt für die Abgasuntersuchung 59 Euro. Wer kombiniert, zahlt rund 122 Euro statt 163 Euro — etwa 40 Euro weniger.
Wie viel sich sparen lässt, hängt von Region und Anbieter ab. Der ADAC empfiehlt deshalb, Preise vor dem Termin zu vergleichen. Eine Fahrt in ein anderes Bundesland lohnt sich laut Bericht meist nicht, weil Spritkosten die Ersparnis häufig auffressen.
Wer muss eigentlich alles zum TÜV?
Egal, was für ein Gefährt du besitzt, es muss alle 2 Jahre zum TÜV! Allein schon wegen deiner eigenen Sicherheit solltest du das tun, aber natürlich auch für die anderen VerkehrsteilnehmerInnen. Dazu gehört dann die Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU). Allerdings musst du bei einem Neuwagen erst nach 36 Monaten (nach der Erstzulassung) wieder zum TÜV.
Doch wie teuer ist so eine Untersuchung des Autos?
So viel kostet der TÜV bzw. die HU
Die Kosten für die Hauptuntersuchung gestaltet sich leider sehr unterschiedlich. Dabei kommt es auf die Art des Fahrzeugs an, also ob es sich um einen PkW handelt oder zum Beispiel ein Motorrad, aber auch auf die Masse. Nicht nur das spielt jedoch für die Kosten eine Rolle, sondern auch das entsprechende Bundesland und die Prüforganisation. Allerdings sind die Unterschiede nicht sonderlich nennenswert, sodass es sich nicht lohnt extra woanders hinzufahren.
So viel kostet übrigens die HU bei einem Pkw bis 3,5 Tonnen:
So viel kostet der TÜV insgesamt
Generell liegen die Kosten bei der HU zwischen 56 und 70 Euro. Mittlerweile dürfen nämlich nicht nur TÜV-Prüfstellen die HU durchführen, sondern auch Versicherungen wie DEKRA. Preislich gibt es aber kaum Unterschiede. Preise zu vergleichen lohnt sich daher kaum, da die Spanne ziemlich gering ist. Die AU kommt jedoch noch hinzu, oftmals lohnt es sich daher, beides zusammen machen zu lassen.
Insgesamt sollte man für HU und AU 100 bis zu 120 Euro einplanen.
Allerdings liegen die Kosten bei diesen Fahrzeugen noch einmal höher: Wohnmobil, Motorrad und Anhänger! Wie viel, erfährst du auf der nächsten Seite:
Das kostet der TÜV bei Wohnmobil, Motorrad oder Anhänger
Bei einem schweren Kfz (entspricht etwa der Tonnenanzahl von 3,5 bis 7,5) zahlst du für die HU und AU zusammen zwischen zwischen 120 und 160 Euro.
Übrigens: Wohnmobile über 7,5 Tonnen müssen jedes Jahr zur HU und AU und zahlen bis zu 20 Euro mehr. Wohnmobile zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen, die älter als 6 Jahre sind, müssen jährlich zum TÜV, jüngere Fahrzeuge jedoch nur alle zwei Jahre.
MotorradfahrerInnen kommen mit 70 Euro Kosten ganz gut davon und auch bei einem Anhänger kann man Kosten beim TÜV sparen, denn die AU fällt natürlich weg. Zwischen 30 Euro (bei einem Anhänger ohne Bremse) und ca. 100 Euro (Anhänger bis 12 Tonnen) solltest du dafür einplanen.
Was erwartet dich, wenn eine Nachuntersuchung auf dich zukommt? Oder wenn du sogar überziehst?
Konsequenzen bei Nichteinhaltung der HU
Wer den TÜV-Termin verpasst, muss mit Konsequenzen rechnen. Es gibt einen Puffer von zwei Monaten, doch spätestens dann solltet ihr einen Termin beim TÜV ausmachen. Ansonsten wird es teuer. Dann prüft der TÜV das Fahrzeug nämlich noch genauer und verlangt 20 Prozent mehr Geld für den Aufwand. Also haltet die Termine ein und lasst offensichtliche Mängel im Voraus reparieren. So könnt ihr mit den geringsten Kosten rechnen. Wenn du dann auch noch von der Polizei erwischt wirst, darfst du noch einmal oben drauf zahlen! Der Bußgeldkatalog sieht in dem Falle 15 Euro ab zwei Monaten Überziehung vor, 25 ab dem 4. Monat, bei mehr als acht Monaten kommen dann schon 60 Euro plus ein Punkt in Flensburg hinzu.
Eine Nachuntersuchung kostet dich jedoch "lediglich" 14 bis 26 Euro.