Fragen und Antworten zum roten Kennzeichen und mehr

Vielleicht hast du dir auch schon die Frage gestellt, warum einige Kennzeichen zum Beispiel rot sind. Hier bekommst du die Antworten zu den Kennzeichen.

Das ist ein gewöhnliches Kennzeichen, wie man es von in Deutschland registrierten Autos kennt.
Quelle: IMAGO / imagebroker

Normalerweise kennen wir Nummernschilder auf Autos so wie auf dem Bild oben. Weißer Hintergrund, schwarze Buchstaben und Zahlen – zumindest bei uns in Deutschland. Manchmal sehen wir jedoch Kennzeichen, die anders aussehen und wir fragen uns, was es damit auf sich hat. Rote Ziffern auf dem Blatt sind beispielsweise so ein Fall. Wir geben dir die Antworten, was es mit den Besonderheiten auf sich hat und wann Autos so ein Kennzeichen bekommen.

Los geht es direkt mit dem roten Kennzeichen:

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Rotes Kennzeichen

Bei roten Kennzeichen sollte man auf die ersten beiden Zahlen achten, da sie einen wichtigen Unterschied machen. Wenn Kennzeichen mit den Zahlen „06“ beginnen, ist das ein Zeichen für zertifizierte Händler oder Kfz-Werkstätten, die das Auto beispielsweise für Probefahrten herausgeben. Wenn ihr ein Kennzeichen mit „07“ seht, steht das für Oldtimer. Letzteres ist aber nur für Ausstellungszwecke gedacht und erlaubt dem Fahrzeughalter nicht, das Auto im Verkehr zu nutzen. 

[AlbrechtSelge via Twitter]

Mit dem roten Kennzeichen kann man ein Kurzzeitkennzeichen umgehen.
Quelle: IMAGO / imagebroker

Rotes Kennzeichen ausleihen?

Für viele mag es verlockend sein, sich ein rotes Kennzeichen zu leihen, um kein Kurzzeitkennzeichen zu bezahlen. Das wird in den meisten Fällen zwar nicht auffallen, aber wenn es zu einem Unfall kommt, wird sich die Versicherung weigern, für etwaige Schäden aufzukommen. Daher solltet ihr lieber den Aufwand und die Kosten auf euch nehmen, ein Kurzzeitkennzeichen zu beantragen. 

Die roten Kennzeichen werden für Händler und Kfz-Betriebe zunächst für ein Jahr ausgestellt. Wenn sich der Betrieb dann als zuverlässig erweist, kann eine Verlängerung beantragt werden.

Wenn man ein rotes Autokennzeichen hat, sollte man wissen, welche Fahrten man mit dem Gefährt antreten darf.
Quelle: IMAGO / JOKER

Welche Fahrten sind mit dem roten Kennzeichen erlaubt?

Händler und Kfz-Betriebe, die rote Kennzeichen an ihren Fahrzeugen anbringen, dürfen bestimmte Fahrten damit erledigen. Dazu gehören Probefahrten, um die Funktionsfähigkeit des Fahrzeugs zu testen. Außerdem sind Überführungsfahrten erlaubt, um den Wagen von A nach B zu bringen. Zu guter Letzt gehören besondere Prüfungsfahrten dazu, die dazu dienen, das Fahrzeug zu testen. 

Auch mit dem roten Kennzeichen sind einige Gebühren verbunden.
Quelle: IMAGO / Frank Sorge

Was kostet das rote Kennzeichen?

Die Kosten für das rote Kennzeichen sind je nach Versicherung unterschiedlich. Die Gebühren für das Kennzeichen richten sich dann nach Verwaltungsaufwand, der zwischen 25 und 200 Euro kosten kann. Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen haben außerdem Steuervorteile. Pauschal beträgt die Kfz-Steuer 191 Euro im Jahr für Kraftfahrzeuge. Dieser Betrag kommt zu dem Versicherungsbeitrag hinzu.

Doch auch andere Kennzeichen könnten dir im Alltag begegnen:

Das Ausfuhrkennzeichen mit dem roten Rand sehen die meisten sicher nicht so oft.
Quelle: IMAGO / teutopress

Ausfuhrkennzeichen

Hast du auch schon mal ein Kennzeichen mit einem roten Rand entdecken können? Es wird tatsächlich nur Autos verliehen, die nicht zugelassen sind und dauerhaft ins Ausland gebracht werden sollen, weswegen es damit nicht so häufig anzutreffen ist. Mit einer maximalen Gültigkeitsdauer von zwölf Monaten zählt das Ausfuhrkennzeichen zu den weniger langlebigen in unserer Liste.

Das Kennzeichen für Elektro-Autos kommt mit zahlreichen Vorteilen.
Quelle: IMAGO / JOKER

E-Kennzeichen

Das E-Kennzeichen wird nur an Elektro-Autos vergeben und wer eines hat, darf sich über zahlreiche Vorteile freuen. So dürfen Fahrzeuge mit dem E-Kennzeichen zum Beispiel kostenfrei parken und die Kfz-Steuer entfällt.

Wer weiß, vielleicht sehen wir dieses Kennzeichen in der Zukunft häufiger auf unseren Straßen?

Das EU-Kennzeichen sollte mittlerweile wohl allen geläufig sein.
Quelle: IMAGO / MiS

EU-Kennzeichen

Das Euro-Kennzeichen, das seit 1994 in Deutschland existiert, kennt ihr sicherlich alle: Es wurde eingeführt, um die Zusammengehörigkeit der EU-Mitgliedsstaaten anzuzeigen und ist sicherlich das am häufigsten vertretene auf den deutschen Straßen.

Davor gab es übrigens das sogenannte DIN-Kennzeichen, das zwar heute noch gültig ist, aber nicht mehr ausgegeben wird. 

Grüne Kennzeichen sind für steuerbefreite Kraftfahrzeuge gedacht.
Quelle: IMAGO / Heike Schreiber-Braun

Grünes Kennzeichen

Auch dieses Kennzeichen ist dir vielleicht ab und an schon begegnet: Es kennzeichnet steuerbefreite Kraftfahrzeuge, also aus dem forst- und landwirtschaftlichen Bereich. Aber auch Fahrzeuge von gemeinnützigen oder Hilfsorganisationen, Schaustellerfahrzeuge und selbstfahrende Arbeitsmaschinen tragen das grüne Nummernschild. Sie dürfen mit diesem Kennzeichen nur für den steuerbefreiten Zweck verwendet werden.

Das H-Kennzeichen war ursprünglich nur für Oldtimer gedacht.
Quelle: IMAGO / Stephan Görlich

H-Kennzeichen

Dieses Kennzeichen wurde ursprünglich nur an Oldtimer ausgegeben, welche gesetzlich folgendermaßen definiert sind: Oldtimer sind Fahrzeuge, „die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind“. 

Seit 2017 kann dieses Kennzeichen außerdem auch als Saisonkennzeichen zugeteilt werden. 

Das Kurzzeitkennzeichen ist maximal für fünf Tage zu gebrauchen.
Quelle: IMAGO / Manfred Segerer

Kurzzeitkennzeichen

Der Name sagt es quasi schon: Das gelbe Kurzzeitkennzeichen punktet nicht unbedingt mit Langlebigkeit. Es erlaubt, das Fahrzeug für maximal fünf Tage im Verkehr zu bewegen und ist damit insbesondere für Fahrzeugüberführungen, Prüfungs- und Probefahrten sinnvoll. Natürlich ist aber selbst für dieses Kennzeichen eine Kfz-Haftpflichtversicherung sowie eine bestandene Hauptuntersuchung nötig.

Beim Saisonkennzeichen ist die Gültigkeitsdauer des Fahrzeug ablesbar.
Quelle: IMAGO / Manfred Segerer

Saisonkennzeichen

Mit dem Saisonkennzeichen, das es in Deutschland seit dem 1. März 1997 gibt, ist es möglich, ein Auto für zwei bis elf Monate anzumelden. So sparen Fahrer an Versicherung, Steuer und Verwaltungsaufwand – schließlich entfällt mit dem Saisonkennzeichen das zusätzliche An- und Abmelden des Fahrzeugs. Das lohnt sich zum Beispiel bei Cabrios oder Wohnwagen.

Zwei Autos der gleichen Klasse können auf ein Wechselkennzeichen zugelassen werden.
Quelle: IMAGO / Sebastian Geisler

Wechselkennzeichen

Das sogenannte Wechselkennzeichen kann nur dann vergeben werden, wenn zwei Autos mit der gleichen Klasse auf ein Kennzeichen zugelassen werden. Natürlich ist immer nur das Auto für den Verkehr zugelassen, das das entsprechende Kennzeichen gerade trägt. Das Wechselkennzeichen existiert in Deutschland übrigens erst seit dem Jahr 2012. 

Auch das Diplomatenkennzeichen ist etwas besonderes
Quelle: IMAGO / photothek

Diplomatenkennzeichen

Ein weiteres besonderes Kennzeichen ist das Nummernschild für Diplomaten, also Beamten einer ausländischen Regierung, die für die Vertretung ihres Landes im Ausland arbeitet. Sie besitzen nicht nur politische Immunität, sondern ihre Fahrzeuge ziert auch ein ganz eigenes Kennzeichen.

Die Kennzeichen der Landesregierung sind besonders
Quelle: IMAGO / Becker&Bredel

Kennzeichen der Landesregierung

Ein weitere Besonderheit unter den Kennzeichen stellen die Nummernschilder der Landesregierung dar. Wie wir an diesem Beispiel schön sehen, steht dort an erster Stelle kein Buchstabenkürzel für einen Ort oder einen Landkreis im jeweiligen Bundesland, sondern schlicht die Buchstabenkürzel des Bundeslandes selbst, um zu signalisieren, dass es ein Fahrzeug der Landesregierung ist.