Deshalb muss man die Parkscheibe richtig einstellen

Selbst beim Supermarktbesuch sollte man daran denken

Deshalb muss man die Parkscheibe richtig einstellen

Jeder gewissenhafte Autofahrer weiß, dass er um diese blaue Karte nicht herumkommt: die Parkscheibe. Sie zeigt an, wie lange wir bereits einen Parkplatz belegen, hat aber als offizielles Verkehrszeichen auch noch weitere Funktionen, weswegen das Aussehen und die Verwendung dieses Gegenstands von der Straßenverkehrsordnung (StVO) klar definiert sind.

Was genau bei der Verwendung der Parkscheibe also zu beachten ist, erfährst du auf der nächsten Seite...

Deshalb muss man die Parkscheibe richtig einstellen

Wenn du bisher dachtest, eine Parkscheibe sei nur auf Parkplätzen notwendig, bei denen du einen Parkschein ziehen musst oder die klar beschildert sind, liegst du falsch. Auch auf vielen Supermarktparkplätzen werden die blauen Plastikkarten kontrolliert.

Viele private Pächter versuchen so sicherzugehen, dass sich keine Dauerparker auf den öffentlichen Parkplätzen breitmachen. Deswegen kann es schon mal vorkommen, dass vergessliche Autofahrer bis zu 30 Euro Strafe hinblättern müssen.

Wenn du gegen das Knöllchen vorgehen willst, solltest du schriftlich Widerspruch einlegen und mit deinem Kassenbon belegen, dass du tatsächlich einkaufen warst. Alternativ kannst du auch direkt mit deinem Strafzettel zur Supermarktkasse gehen und schauen, ob sich nicht vielleicht doch aus Kulanzgründen etwas daran rütteln lässt.

Aber wer bezahlt eigentlich das Knöllchen? Fahrer oder Fahrzeugbesitzer?

Deshalb muss man die Parkscheibe richtig einstellen

Offiziell gilt die Halterhaftung auf privaten Parkplätzen nicht. Für die Strafe muss also in der Regel derjenige aufkommen, der zum Zeitpunkt des Falschparkens der Fahrer des Autos war. Allerdings lässt sich das hinterher schwer nachweisen.

Wichtig ist es deshalb, genau auf die entsprechenden Verkehrszeichen zu achten und so genau zu wissen, welche Parkzeit der StVO zufolge auf dem jeweiligen Parkplatz erlaubt ist. Hierbei solltest du aufpassen, dass deine Parkscheibe gut zu erkennen ist. Zwar gibt es keine Vorschrift bezüglich des genauen Ortes, an dem du sie positionierst, jedoch kannst du mit dem Amaturenbrett eigentlich nichts falsch machen.

Aber wie sieht es eigentlich mit Motorrädern aus?

Deshalb muss man die Parkscheibe richtig einstellen

Auch Motorradfahrer kommen um die Parkscheibe nicht herum. Hierbei reicht es nicht, einfach einen handgeschriebenen Zettel am Fahrzeug zu befestigen. Stattdessen macht es mehr Sinn, ein gelochtes offizielles Exemplar mit einem Kabelbinder oder ähnlichem an der Maschine festzubinden.

Und wie genau wird die Parkscheibe eingestellt? Auf welche Stunde wird auf- oder abgerundet?

Deshalb muss man die Parkscheibe richtig einstellen

Als Grundregel kannst du dir merken: Es wird immer auf die halbe Stunde aufgerundet. Das bedeutet, der weiße Zeiger muss eine halbe Stunde nach der Ankunftszeit liegen. Wenn du also um 11.06 Uhr ankommst, musst du die Parkscheibe auf 11.30 Uhr stellen. Wenn du um 17.34 Uhr einparkst, drehst du sie auf 18.00 Uhr.

Solltest du dich nicht an diese Regel halten und irgendeine Zwischenzeit einstellen, besteht die Gefahr, dass ein besonders pingeliger Kontrolleur diesen Gesetzesbruch ahndet. Solch eine Verwarnung kann mindestens zehn Euro kosten.

Und was passiert, wenn du die Parkscheibe nachträglich veränderst? Und wie hoch ist die Strafe, wenn du zu spät wieder bei deinem Auto auftauchst?

Deshalb muss man die Parkscheibe richtig einstellen

Auch das Nachjustieren der Scheibe wird bei Entdecken mit einer Strafe geahndet.

Der genaue Bußgeldkatalog sieht wie folgt aus:

- Überziehung von 30 Minuten: 10 Euro

- Überziehung von einer Stunde: 15 Euro

- Überziehung von bis zu 2 Stunden: 20 Euro

- Überziehung von bis zu 3 Stunden: 25 Euro

- Überziehung von mehr als 3 Stunden: 30 Euro

Also: Immer schön pünktlich wieder bei deinem Auto auftauchen!